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ADHS im Alltag · 19 Minuten Lesezeit · Aktualisiert 26. September 2026

ADHS und Schlaf: Was nachts anders läuft

Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Begleitern von ADHS, bei Kindern wie bei Erwachsenen. Oft steckt eine innere Uhr dahinter, die später läuft. Manchmal sind es aber auch Restless Legs, eine Schlafapnoe oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Und weil schlechter Schlaf selbst unkonzentriert macht, lohnt sich ein genauer Blick.

Kurz beantwortet

  • Wie häufig: In einer Studie hatten 66,8 % der Erwachsenen mit ADHS eine Insomnie, in der Vergleichsgruppe 28,8 %. Die genauen Zahlen schwanken je nach Studie stark.
  • Die innere Uhr: Viele Menschen mit ADHS sind Spättypen. Das Schlafhormon Melatonin steigt bei ihnen abends später an. Das zeigen viele Studien übereinstimmend.
  • Mehr als ADHS: Restless Legs, Schlafapnoe, Narkolepsie und Medikamente können den Schlaf stören. Manche davon sehen tagsüber sogar aus wie ADHS.
  • Was tun: Ein Schlaftagebuch führen und die Hausarztpraxis einbeziehen. Bei Insomnie gilt Melatonin laut deutscher Leitlinie nur ab 55 Jahren als wirksam. Dosis und Zeitpunkt gehören in ärztliche Hände.

Hier liest du, welche Schlafprobleme bei ADHS vorkommen, was Studien dazu wirklich zeigen und wo sie sich widersprechen. Außerdem: wie ADHS-Medikamente und Melatonin den Schlaf beeinflussen, was Eltern wissen sollten und wie du deinen Schlaf in Deutschland abklären lassen kannst.

1. Wie häufig sind Schlafprobleme bei ADHS?

Sehr häufig, darin sind sich die Studien einig. Wie häufig genau, hängt davon ab, wer untersucht wird und wie. Drei Beispiele zeigen die Spannbreite:

Der Unterschied zwischen Befragung und Schlaflabor ist wichtig. Er heißt nicht, dass die Probleme eingebildet sind. Das Team um Díaz-Román empfiehlt ausdrücklich, bei Erwachsenen mit ADHS im Gespräch immer nach dem Schlaf zu fragen. Offen ist, ob und welche messbaren Veränderungen hinter den Beschwerden stehen.

Vielleicht hast du schon Zahlen wie „drei von vier Erwachsenen mit ADHS“ gelesen. Hohe Werte wie diese stammen aus einzelnen, oft kleinen Studien. Ein Beispiel: Von 40 Erwachsenen mit ADHS in einer Studie berichteten 31 über Schwierigkeiten, abends einzuschlafen, also rund 78 % (Van Veen u. a. 2010). Auf alle Menschen mit ADHS lässt sich so eine Quote nicht einfach übertragen. Eine große Übersicht über Begleiterkrankungen bei Erwachsenen mit ADHS zählt Schlafstörungen trotzdem zu den gut belegten, neben Übergewicht und Asthma. Die meisten der 126 ausgewerteten Studien waren allerdings klein (Instanes u. a. 2018).

Hinter „schlecht schlafen“ können ganz verschiedene Dinge stecken. Die wichtigsten gehen wir einzeln durch: die innere Uhr, Ein- und Durchschlafprobleme, Restless Legs, Schlafapnoe und Müdigkeit am Tag.

2. Die innere Uhr: warum viele erst spät müde werden

Dein Körper hat eine innere Uhr. Sie bestimmt mit, wann du müde wirst und wann du aufwachst. Ein wichtiges Signal dieser Uhr ist das Hormon Melatonin. Es steigt am Abend an, sobald es dunkel wird. Forschende messen den Beginn dieses Anstiegs im Speichel, bei gedämpftem Licht. Fachleute nennen diesen Zeitpunkt DLMO (englisch dim light melatonin onset).

Coogan und McGowan haben 2017 alle Studien dazu gesichtet, die sie finden konnten: 62 Arbeiten mit insgesamt 4.462 Teilnehmenden mit ADHS. Ihr Fazit: Spättypen, also „Eulen“, sind unter Menschen mit ADHS häufiger. Der abendliche Melatonin-Anstieg kommt später, und das Einschlafen verschiebt sich nach hinten. Diese Befunde ziehen sich laut Übersicht einheitlich durch die Studien.

Van Veen und Kolleg:innen haben das im Alltag gemessen. Sie begleiteten vierzig Erwachsene mit ADHS eine Woche lang mit Schlafprotokoll und Bewegungssensor. Einunddreißig davon kamen abends schwer in den Schlaf. Bei dieser Gruppe lagen Schlafbeginn, Aufwachen und Melatonin-Anstieg später, verglichen mit den Teilnehmenden mit ADHS, die gut einschliefen, und mit Menschen ohne ADHS (Van Veen u. a. 2010).

Wie verbreitet eine verzögerte Schlafphase bei ADHS sein könnte, deutet eine Befragung aus den Niederlanden an. Unter 202 Erwachsenen mit ADHS gab es bei 26 % Hinweise auf ein Syndrom der verzögerten Schlafphase, unter 189 Vergleichspersonen bei 2 %. Die Menschen mit ADHS schliefen außerdem kürzer und brauchten länger zum Einschlafen (Bijlenga u. a. 2013).

Eule oder Schlafstörung?

Ein später Chronotyp ist keine Krankheit. Zum Problem wird er, wenn Schule, Ausbildung oder Job früh beginnen und du deshalb dauerhaft zu wenig schläfst. Typisch für eine verzögerte Schlafphase ist laut einer Übersichtsarbeit: Du schläfst lieber spät und stehst spät auf. Wenn du früher einschlafen willst, liegst du lange wach. Und am späten Abend bist du oft besonders aktiv (Instanes u. a. 2018).

Ist der Rhythmus stark und dauerhaft verschoben, kann eine Ärztin oder ein Arzt eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus feststellen. Im deutschen Diagnoseschlüssel ICD-10-GM hat sie den Code G47.2. Die verzögerte Schlafphase ist dort eigens genannt.

Nicht zu verwechseln ist das mit dem bewussten Aufschieben: Dabei könntest du schlafen, gehst aber trotzdem nicht ins Bett. Beides kann zusammenkommen. Mehr dazu liest du unter Revenge Bedtime Procrastination. Wenn du autistisch bist oder AuDHD hast, findest du die Besonderheiten dazu unter Autismus und Schlaf.

3. Einschlafen, Durchschlafen, Aufwachen

Nicht jede Schlafstörung bei ADHS hat mit der inneren Uhr zu tun. Studien mit Erwachsenen beschreiben vor allem drei Muster:

Das letzte Ergebnis ist wichtig. Wenn du mit ADHS schlecht schläfst, lohnt sich auch ein Blick auf deine Stimmung und auf Sorgen, die dich wach halten. Dazu passen die Ratgeber ADHS und Depression und ADHS und Angst.

Liegst du über Wochen immer wieder lange wach und leidet dein Tag darunter, kann daraus eine Insomnie geworden sein. Dafür empfiehlt die deutsche S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ als erste Behandlung eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I). Das gilt laut Leitlinie auch, wenn noch andere körperliche oder psychische Diagnosen bestehen. Wie KVT-I abläuft, erklären wir ausführlich unter ADHS und Schlaflosigkeit.

4. Restless Legs: wenn die Beine keine Ruhe geben

Beim Restless-Legs-Syndrom (RLS) kribbelt, zieht oder schmerzt es in den Beinen. Dazu kommt ein starker Drang, sie zu bewegen. Die Beschwerden treten in Ruhe auf, vor allem abends und nachts, und lassen nach, sobald du dich bewegst. Deshalb kann RLS das Einschlafen stören. Manche Menschen bewegen im Schlaf außerdem immer wieder unwillkürlich die Beine. In Europa und Nordamerika haben etwa 3 bis 10 % der Menschen RLS. In Deutschland ist es bei rund 1,3 % der Erwachsenen so stark, dass eine Behandlung infrage kommt (gesund.bund.de).

Und was hat das mit ADHS zu tun? Hinweise auf einen Zusammenhang gibt es, aber sie sind je nach Alter unterschiedlich stark:

Warum das für dich zählt: Die Unruhe und die schlechten Nächte bei RLS können tagsüber wie Unaufmerksamkeit und Zappeligkeit wirken (Cortese u. a. 2005). Wenn du abends den Drang kennst, die Beine zu bewegen, sprich es an.

Und Eisen? Beim RLS ist der Eisenstoffwechsel im Gehirn oft gestört, selbst wenn die Blutwerte normal sind. Bei der Abklärung werden deshalb unter anderem Eisen-, Nieren- und Schilddrüsenwerte bestimmt. Eisenpräparate gehören zu den möglichen Behandlungen (gesund.bund.de). Ob sie für dich passen, zeigt erst die Blutuntersuchung. Nimm Eisen deshalb nicht auf Verdacht ein.

5. Schlafapnoe: wenn die Atmung nachts stockt

Bei einer obstruktiven Schlafapnoe erschlafft im Schlaf die Muskulatur im Rachen. Die Atmung setzt immer wieder aus, meist mit lautem Schnarchen. Der Körper weckt sich dann kurz auf, ohne dass du es merkst. Typische Anzeichen laut gesund.bund.de: starke Müdigkeit am Tag, obwohl du genug schläfst, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen am Morgen und ein trockener Mund beim Aufwachen. Schätzungen zufolge haben etwa 3 % der Frauen und 5 % der Männer eine obstruktive Schlafapnoe.

Die Konzentrationsprobleme können ADHS ähneln. Die deutsche S3-Leitlinie ADHS nennt deshalb „Müdigkeit und Unaufmerksamkeit bei Schlafstörungen (einschließlich Schlafapnoe)“ unter den Dingen, die bei einer ADHS-Diagnostik abgegrenzt werden sollen.

Bei Kindern ist der Zusammenhang am besten untersucht. Eine Meta-Analyse über 18 Studien fand einen mittelstarken Zusammenhang zwischen nächtlichen Atemstörungen und ADHS-Anzeichen. Eine Auswertung von 12 Studien zeigte außerdem: Nachdem Gaumen- und Rachenmandeln entfernt worden waren, gingen die ADHS-Anzeichen zurück, gemessen 2 bis 13 Monate nach der Operation. Das Team rät, bei Kindern mit ADHS-Anzeichen nach Atemstörungen zu schauen (Sedky u. a. 2014).

Bei Erwachsenen ist die Datenlage dünn. In einer Studie hingen Atemstörungen im Schlaf vor allem mit dem Körpergewicht und dem Rauchen zusammen, nicht mit ADHS. Es gibt Fallberichte über Erwachsene, deren ADHS-Anzeichen nach der Behandlung einer Schlafapnoe zurückgingen. Manche bekamen danach statt ADHS die Diagnose Schlafapnoe (beides zusammengefasst bei Instanes u. a. 2018). Ein Fallbericht von 2024 betont, wie wenig dazu bisher geforscht wurde, und empfiehlt, bei einer ADHS-Abklärung nach Schlafapnoe zu fragen (Awadalla u. a. 2024).

Warnzeichen, die du ernst nehmen solltest: Jemand bemerkt bei dir Atempausen im Schlaf. Du schnarchst laut. Du bist tagsüber sehr müde, obwohl du lange genug im Bett liegst. Oder du nickst in ruhigen Momenten ein. Wie die Abklärung abläuft, steht in Abschnitt 12.

6. Müde am Tag: ADHS, Schlafmangel oder Narkolepsie?

„Sind Menschen mit ADHS oft müde?“ gehört zu den häufigsten Fragen zum Thema. Viele sind es. In einer Studie füllten 61 Erwachsene mit ADHS die Epworth-Schläfrigkeitsskala aus. Das ist ein kurzer Fragebogen dazu, wie leicht man tagsüber einnickt. 37,7 % erreichten einen Wert, der als übermäßige Tagesschläfrigkeit gilt. Je unaufmerksamer die Teilnehmenden waren, desto schläfriger waren sie auch (Oosterloo u. a. 2006).

Dieselbe Studie zeigt auch die Kehrseite. Sie befragte zusätzlich 74 Menschen mit Narkolepsie oder idiopathischer Hypersomnie. Bei diesen Erkrankungen kommt die starke Tagesschläfrigkeit nicht von gestörtem Nachtschlaf oder einer verschobenen inneren Uhr (Instanes u. a. 2018). Fast jede fünfte dieser Personen (18,9 %) erfüllte im Fragebogen die Kriterien für ADHS. Das Team warnt: Wer sich nur auf Fragebögen stützt, kann beides verwechseln, in beide Richtungen.

Bei Kindern mit ADHS zeigte sich die Müdigkeit auch in einem Test. Beim Multiplen Schlaflatenztest legt man sich tagsüber mehrmals zum Schlafen hin. Kinder mit ADHS schliefen dabei im Schnitt schneller ein als Kinder ohne ADHS (Cortese u. a. 2009).

Was hinter deiner Müdigkeit steckt, kann also sehr verschieden sein: zu wenig Schlaf durch eine späte innere Uhr, unruhiger Schlaf, eine Schlafapnoe, Restless Legs, Nebenwirkungen, psychische Belastungen oder seltener eine Narkolepsie (ICD-10-GM G47.4). Wenn du ungewollt einschläfst, obwohl du genug Zeit im Bett verbringst, lass das ärztlich abklären. Und setz dich müde nicht ans Steuer. Bei einer Schlafapnoe kann es laut gesund.bund.de zu Sekundenschlaf kommen.

7. Schlafmangel und ADHS: ein Kreislauf

Die Beziehung läuft in beide Richtungen. ADHS kann den Schlaf stören. Und zu wenig Schlaf kann ADHS-Anzeichen verstärken.

Den zweiten Teil hat ein Experiment mit Jugendlichen geprüft. 72 Jugendliche mit ADHS zwischen 14 und 17 Jahren begannen das Programm, 48 wurden ausgewertet. In einer Woche durften sie nur 6,5 Stunden im Bett verbringen, in einer anderen 9,5. Nach der kurzen Woche beschrieben die Eltern ihre Kinder als unaufmerksamer und trotziger. Eltern und Jugendliche berichteten mehr Tagesmüdigkeit. Allerdings gaben die Jugendlichen selbst weniger Hyperaktivität an, und ein Aufmerksamkeitstest am Computer blieb gleich (Becker u. a. 2019). Das Team sieht darin den ersten Beleg, dass die Schlafdauer das Verhalten am Tag mit verursacht.

Manche Forschende gehen weiter. Bijlenga und Kolleg:innen schlagen vor, dass ein Teil der ADHS-Anzeichen eine Folge chronischer Schlafstörungen sein könnte, vor allem einer verschobenen inneren Uhr. Diese Gruppe solle zusätzlich zur ADHS-Behandlung eine Behandlung der Schlafstörung bekommen (Bijlenga u. a. 2019).

Das ist eine These, kein Konsens. In den Diagnosekriterien für ADHS kommen Schlafprobleme nicht vor. Die S3-Leitlinie ADHS geht zweigleisig vor: Sie nennt Ein- und Durchschlafprobleme als häufige Begleiter bei Kindern. Und sie verlangt, Schlafstörungen bei der Diagnostik als mögliche andere Ursache der Beschwerden zu prüfen.

Für dich heißt das: Wenn du wegen eines ADHS-Verdachts abgeklärt wirst, gehört die Frage nach dem Schlaf dazu. Welche Anzeichen die Diagnose ausmachen, steht unter ADHS-Symptome; einen ersten Überblick gibt unser ADHS-Selbsttest (kein validiertes Instrument, keine Diagnose). Und wenn du schon eine Diagnose hast: Besserer Schlaf kann einen Teil deiner Schwierigkeiten lindern, ersetzt die ADHS-Behandlung aber nicht automatisch.

8. ADHS-Medikamente und Schlaf

Stimulanzien wie Methylphenidat und Lisdexamfetamin wirken aktivierend. Dass sie den Schlaf beeinflussen können, überrascht also nicht. Die S3-Leitlinie ADHS zählt Einschlafstörungen zu den häufigeren Nebenwirkungen. Sie hängen laut Leitlinie von der Dosis ab und treten meist vorübergehend zu Beginn der Behandlung auf.

Die Studien zeichnen aber ein gemischtes Bild:

Das Team hinter der letzten Auswertung folgert: Ändert sich der Schlaf während der Behandlung, muss das nicht am Medikament liegen. Für dich heißt das: Wenn du seit dem Start schlechter schläfst, kann das Medikament der Grund sein, muss aber nicht. Sprich es in der verschreibenden Praxis an, statt selbst etwas an Dosis oder Einnahme zu ändern. Welche Nebenwirkungen in den Beipackzetteln stehen, auch für Atomoxetin, findest du unter ADHS-Medikamente.

9. Melatonin bei ADHS: was belegt ist

Melatonin ist das körpereigene Signal für Dunkelheit. Du bekommst es in der Apotheke, aber auch als Gummibärchen und in anderen Produkten. Was weiß man darüber?

Was die deutsche Leitlinie sagt. Die S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ (Update 2025) hält in ihrer Aussage T8 fest: Bei Insomnie ist Melatonin für Menschen ab 55 Jahren effektiv. Eine Langzeitbehandlung soll nicht empfohlen werden. In Deutschland ist Melatonin für die kurzzeitige Behandlung der Insomnie ab 55 Jahren zugelassen. Eine große Meta-Analyse, die Schlafmittel miteinander verglich, fand Melatonin laut Leitlinie nicht effektiv. Die Leitlinie hält den Kauf in der Apotheke für sicherer als andere Bezugsquellen und sieht Melatonin-Gummibärchen sehr kritisch.

Wichtig: Diese Leitlinie behandelt die Insomnie. Eine verschobene innere Uhr ist ein anderes Problem. Dazu gibt es bei ADHS eigene Studien.

Was Studien zu ADHS zeigen. Coogan und McGowan sehen in ihrer Übersicht Hinweise, dass Melatonin bei Schlafproblemen im Zusammenhang mit ADHS helfen kann. Eine randomisierte Studie mit 51 Erwachsenen mit ADHS und verzögerter Schlafphase verglich drei Gruppen: Placebo, Melatonin und Melatonin plus Lichttherapie. Melatonin verschob die innere Uhr um knapp anderthalb Stunden nach vorn, Melatonin plus Licht um knapp zwei Stunden. Placebo änderte nichts. Die ADHS-Anzeichen sanken nur in der Gruppe mit Melatonin allein, um 14 %. Zwei Wochen nach dem Ende der Behandlung waren innere Uhr und Anzeichen wieder auf dem Ausgangswert (van Andel u. a. 2021).

Eine britische Expert:innenrunde sprach sich 2025 für Melatonin bei verzögertem Einschlafen von Erwachsenen mit ADHS aus. Sie schreibt aber selbst, dass die Belege bei Erwachsenen schwächer sind als bei Kindern und Jugendlichen. Finanziert wurde die Befragung von einem Pharmaunternehmen (Asherson u. a. 2025).

Warum wir keine Zahlen nennen. In der Studie oben wurde der Zeitpunkt für jede Person einzeln festgelegt, anhand ihrer eigenen Melatonin-Messung. Das lässt sich nicht auf alle übertragen. Ob Melatonin für dich infrage kommt, und wenn ja, welche Menge, zu welcher Zeit und wie lange, klärst du mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke. Das gilt besonders, wenn du weitere Medikamente nimmst, und immer für Kinder.

10. Was du selbst tun kannst

Welche Hilfe passt, hängt davon ab, welches Schlafproblem du hast. Diese Schritte sind ein guter Anfang, auch weil sie beim Einordnen helfen:

  1. Schlaftagebuch führen. Notiere, wann du ins Bett gehst, wann du ungefähr einschläfst, wie oft du wach wirst, wann du aufstehst und wie müde du tagsüber bist. Schreib Koffein, Alkohol und Medikamente dazu. Markiere freie Tage. Dann siehst du, ob du ohne Wecker später schläfst. In zwei der Studien oben wurde eine Woche lang protokolliert (Van Veen u. a. 2010; Boonstra u. a. 2007). Die Insomnie-Leitlinie sieht Schlaftagebücher als festen Teil der Diagnostik vor.
  2. Licht bewusst einsetzen. Die Insomnie-Leitlinie rät, vor dem Zubettgehen helles, aktivierendes Licht zu meiden. In zwei kleinen Studien mit Erwachsenen mit ADHS verschob helles Licht am Morgen die innere Uhr nach vorn. Je stärker sich der Rhythmus verschob, desto mehr gingen die ADHS-Anzeichen zurück (Rybak u. a. 2006; Fargason u. a. 2017). Beide Studien waren klein und vorläufig: eine offene Studie mit 29 Erwachsenen und eine Pilotstudie. In der randomisierten Studie aus Abschnitt 9 senkte Melatonin plus Licht die ADHS-Anzeichen dagegen nicht. Bei Insomnie zeigen Meta-Analysen kleine positive Effekte; die Leitlinie sagt, Lichttherapie „kann erwogen werden“. Wenn du eine Lichttherapie ausprobieren willst, besprich sie vorher ärztlich.
  3. Den Tag nach deiner Uhr planen, wo es geht. Wenn du ein Spättyp bist und die Wahl hast, leg anstrengende Aufgaben nicht in die ersten Stunden nach dem Aufstehen. Frag nach Gleitzeit oder späteren Terminen. Ideen für den Arbeitsalltag findest du unter ADHS im Beruf.
  4. Koffein im Blick behalten. Die Leitlinie nennt als Schlafregel, nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu trinken. Warum viele Menschen mit ADHS viel Kaffee trinken und was das bedeutet, erklärt Koffein und ADHS.
  5. Alkohol nicht als Einschlafhilfe. Laut Leitlinie trägt Alkohol oft zur Entstehung einer Insomnie bei und wird häufig als Selbstbehandlung eingesetzt. Wie Cannabis und ADHS zusammenhängen, liest du unter ADHS und Cannabis.
  6. Das Aufschieben erkennen. Wenn du abends müde bist, aber trotzdem nicht ins Bett gehst, hilft ein anderer Ansatz als bei einer späten inneren Uhr. Mehr dazu unter Revenge Bedtime Procrastination.

Allgemeine Schlafregeln sind sinnvoll. Wenn du trotzdem über Wochen schlecht schläfst, reicht Selbsthilfe oft nicht, und das liegt nicht an dir. Dann ist eine Abklärung der nächste Schritt (Abschnitt 12).

11. Kinder mit ADHS: was Eltern wissen sollten

Laut S3-Leitlinie ADHS haben Kinder mit ADHS häufiger Ein- und Durchschlafprobleme. Die Meta-Analyse aus Abschnitt 1 zeigt, wie das aussehen kann: Streit ums Zubettgehen, langes Wachliegen, nächtliches Aufwachen, ein schwerer Start in den Morgen und Müdigkeit am Tag (Cortese u. a. 2009).

Drei Punkte, die Eltern kennen sollten:

Zur Orientierung: Die National Sleep Foundation hält für Schulkinder 9 bis 11 Stunden Schlaf für angemessen, für Jugendliche 8 bis 10 Stunden (Hirshkowitz u. a. 2015). Gib deinem Kind Melatonin oder andere Mittel nur nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis. Wie sich ADHS im Teenageralter zeigt, liest du unter ADHS bei Jugendlichen.

12. Wann und wo du deinen Schlaf abklären lässt

Lass deinen Schlaf ärztlich anschauen, wenn einer dieser Punkte passt:

Erste Anlaufstelle: die Hausarztpraxis. Dort wird man dich nach deinem Schlaf, deinen Medikamenten und deinem Alltag fragen und dich untersuchen. Oft bekommst du ein Schlaftagebuch oder Fragebögen mit. So sieht es die Insomnie-Leitlinie vor (Empfehlungen D1 und D2). Laut Leitlinie soll dabei aktiv nach anderen Schlafstörungen und psychischen Erkrankungen gefragt werden und nach Substanzen, die den Schlaf stören können, etwa Koffein oder Alkohol.

Bei Verdacht auf Schlafapnoe läuft die Abklärung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Stufen. So legt es der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fest:

  1. Gespräch über Schlaf und Tagesmüdigkeit, mit Fragebogen (zum Beispiel der Epworth-Skala)
  2. Körperliche Untersuchung
  3. Messung zu Hause mit einem tragbaren Gerät (Polygraphie) während mindestens 6 Stunden Schlaf
  4. Schlaflabor (Polysomnographie), wenn danach noch unklar ist, ob behandelt werden muss

In der gesetzlichen Versorgung dürfen Polygraphie und Polysomnographie nur Ärztinnen und Ärzte mit einer Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung durchführen und abrechnen.

Schlaflabor aus anderen Gründen. Die Insomnie-Leitlinie nennt weitere Gründe für eine Nacht im Schlaflabor. Dazu gehört, wenn andere Schlafstörungen ausgeschlossen werden müssen, etwa periodische Beinbewegungen oder Atemstörungen. Oder wenn eine Insomnie trotz Behandlung nicht besser wird.

Bei Restless Legs beginnt die Abklärung meist ebenfalls hausärztlich. Von dort kann an eine neurologische oder schlafmedizinische Praxis überwiesen werden (gesund.bund.de).

Überweisung. Ob und welche Überweisung du für eine schlafmedizinische Praxis oder ein Schlaflabor brauchst, klärst du am besten direkt mit deiner Hausarztpraxis.

Und sag es deiner ADHS-Praxis. Wer deine ADHS behandelt, sollte von deinem Schlaf wissen. Forschende empfehlen, Erwachsene mit ADHS gezielt auf Insomnie, Restless Legs und Atemstörungen im Schlaf zu untersuchen (Schredl u. a. 2007; Díaz-Román u. a. 2018). Wenn du noch keine Diagnose hast und dich fragst, ob ADHS dahinterstecken könnte, hilft dir der Ratgeber ADHS bei Erwachsenen beim Einordnen.

13. Häufige Fragen

Brauchen Menschen mit ADHS mehr Schlaf?

Eine Studie, die bei ADHS einen biologisch höheren Schlafbedarf nachweist, haben wir nicht gefunden. In einigen Befragungen ging mehr Unaufmerksamkeit mit einem höheren gefühlten Schlafbedarf einher. Die US-amerikanische National Sleep Foundation hält für Erwachsene 7 bis 9 Stunden für angemessen, betont aber, dass der Bedarf von Mensch zu Mensch schwankt. Bei ADHS ist oft nicht der Bedarf das Problem, sondern dass der Schlaf zu kurz oder zu unruhig ausfällt.

Sind Menschen mit ADHS oft müde?

Viele ja. In einer Studie mit 61 Erwachsenen mit ADHS erreichten 37,7 % im Epworth-Fragebogen einen Wert, der als übermäßige Tagesschläfrigkeit gilt. Die Gründe können sehr verschieden sein: eine späte innere Uhr, unruhiger Schlaf, eine Schlafapnoe, Restless Legs, Nebenwirkungen oder seltener eine Narkolepsie. Wenn du ungewollt einschläfst, obwohl du genug Zeit im Bett verbringst, lass das ärztlich abklären.

Warum bin ich mit ADHS morgens so müde?

Oft, weil deine innere Uhr später läuft. Dann klingelt der Wecker, bevor dein Körper mit dem Schlafen fertig ist. In einer Studie mit Erwachsenen mit ADHS hing das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein, eng mit den ADHS-Anzeichen zusammen. Auch Kinder mit ADHS kommen laut einer Meta-Analyse morgens schwerer aus dem Bett. Wenn du trotz langer Nächte unerholt aufwachst und schnarchst, denk auch an eine Schlafapnoe.

Wie hängen Schlafmangel und ADHS zusammen?

In beide Richtungen. ADHS geht häufig mit Schlafproblemen einher. Und zu wenig Schlaf kann ADHS-Anzeichen verstärken: In einem Experiment mit Jugendlichen mit ADHS beschrieben die Eltern ihre Kinder nach einer Woche mit wenig Schlaf als unaufmerksamer und trotziger. Außerdem können Schlafstörungen selbst wie ADHS aussehen. Die deutsche S3-Leitlinie ADHS verlangt deshalb, Schlafstörungen bei der Diagnostik mitzuprüfen.

Was hilft beim Schlafen mit ADHS?

Das hängt davon ab, welches Schlafproblem du hast. Ein Schlaftagebuch hilft beim Einordnen. Bei einer späten inneren Uhr spielen Licht und Tagesplanung eine Rolle. Bei einer Insomnie empfiehlt die deutsche Leitlinie als Erstes eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT-I). Restless Legs und Schlafapnoe werden gezielt behandelt. Wenn du vermutest, dass dein ADHS-Medikament stört, sprich mit der verschreibenden Praxis. Melatonin nur nach ärztlicher Rücksprache.

Sind Schlafprobleme bei ADHS häufig?

Ja. In einer Studie mit 268 Erwachsenen mit ADHS hatten 66,8 % eine Insomnie, in einer zufällig ausgewählten Vergleichsgruppe 28,8 %. Eine Meta-Analyse über 13 Studien fand bei Erwachsenen mit ADHS deutlich mehr berichtete Schlafprobleme. Im Schlaflabor zeigten sich dagegen keine klaren Unterschiede. Bei Kindern mit ADHS sind Probleme beim Zubettgehen, Einschlafen und Aufwachen gut belegt.

Hilft Melatonin bei ADHS?

Möglicherweise, bei einer verschobenen inneren Uhr. In einer randomisierten Studie mit 51 Erwachsenen mit ADHS und verzögerter Schlafphase verschob Melatonin die innere Uhr um knapp anderthalb Stunden nach vorn, Placebo nicht. Die Wirkung war zwei Wochen nach dem Ende wieder weg. Die deutsche Insomnie-Leitlinie nennt Melatonin nur für Menschen ab 55 Jahren wirksam und rät von einer Dauerbehandlung ab. Dosis, Zeitpunkt und Dauer klärst du ärztlich oder in der Apotheke.

Können ADHS-Medikamente Schlafstörungen auslösen?

Ja, das ist möglich. Die S3-Leitlinie ADHS zählt Einschlafstörungen zu den häufigeren Nebenwirkungen von Stimulanzien, meist vorübergehend zu Beginn. Die Studienlage ist aber gemischt: Bei manchen Erwachsenen wird der Schlaf unter Methylphenidat kürzer, aber ruhiger. In zwei großen Studien besserte sich der Schlaf bei etwa einem Drittel, mit Medikament wie mit Placebo. Ändere Dosis oder Einnahme nicht selbst, sondern sprich mit deiner Praxis.

Kann eine Schlafstörung wie ADHS aussehen?

Ja. Müdigkeit macht unaufmerksam und unruhig. Die S3-Leitlinie ADHS nennt Schlafstörungen, auch Schlafapnoe, ausdrücklich als etwas, das bei der Diagnostik abgegrenzt werden muss. Bei Kindern gingen ADHS-Anzeichen in mehreren Studien zurück, nachdem nächtliche Atemstörungen behandelt wurden. Und Menschen mit Narkolepsie erfüllen in Fragebögen manchmal die Kriterien für ADHS. Oft liegt aber auch beides zugleich vor.

Wer untersucht meinen Schlaf in Deutschland?

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Sie fragt nach, untersucht dich und gibt dir oft ein Schlaftagebuch oder Fragebögen mit. Bei Verdacht auf Schlafapnoe folgt meist eine Messung zu Hause mit einem tragbaren Gerät, erst danach bei Bedarf das Schlaflabor. Bei Restless Legs geht es oft in eine neurologische oder schlafmedizinische Praxis. Ob du eine Überweisung brauchst, klärst du am besten in der Hausarztpraxis.

Quellen und Stand

Wir haben jede Zahl auf dieser Seite an der jeweiligen Quelle geprüft. Bei Studien steht dabei, ob wir die Zusammenfassung oder den Volltext gelesen haben.

Leitlinien, Regeln und amtliche Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ – Update 2025, AWMF-Registernummer 063-003, Version 2.0 (April 2025). Empfehlungen D1, D2, D4, T1, T2, T8, T10; Tabellen 2, 4 und 6; Kapitel 4.2.6 (Melatonin) und 5 (gelesen: Volltext). register.awmf.org
  2. Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie u. a.: S3-Leitlinie „ADHS im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“, AWMF-Registernummer 028-045, Langfassung (2017/2018; Gültigkeit abgelaufen). Abschnitte 1.1.9 (Abgrenzung), 2.16 (Begleitstörungen) und 2.4.2.1 (Stimulanzien) (gelesen: Volltext). register.awmf.org
  3. Gemeinsamer Bundesausschuss: Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nr. 3 (Polygraphie und Polysomnographie bei schlafbezogenen Atmungsstörungen), §§ 2 und 3, Fassung vom 15.05.2025, in Kraft seit 31.07.2025 (gelesen: Volltext). g-ba.de
  4. gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG): Restless-Legs-Syndrom, Stand 13.11.2025; Obstruktive Schlafapnoe (OSA), Stand 04.04.2025. gesund.bund.de/restless-legs-syndrom · gesund.bund.de/obstruktive-schlafapnoe-osa
  5. BfArM: ICD-10-GM Version 2026, G47.- Schlafstörungen (G47.2, G47.31, G47.4) und G25.8- (G25.80 periodische Beinbewegungen, G25.81 Restless-Legs-Syndrom). klassifikationen.bfarm.de
  6. Hirshkowitz, M. u. a. (2015): National Sleep Foundation’s sleep time duration recommendations: methodology and results summary. Sleep Health1(1), 40–43 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.sleh.2014.12.010

Häufigkeit, innere Uhr und Schlafmuster

  1. Cortese, S., Faraone, S. V., Konofal, E. & Lecendreux, M. (2009): Sleep in children with attention-deficit/hyperactivity disorder: meta-analysis of subjective and objective studies. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry 48(9), 894–908 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1097/CHI.0b013e3181ac09c9
  2. Díaz-Román, A., Mitchell, R. & Cortese, S. (2018): Sleep in adults with ADHD: systematic review and meta-analysis of subjective and objective studies. Neuroscience & Biobehavioral Reviews 89, 61–71 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.neubiorev.2018.02.014
  3. Brevik, E. J. u. a. (2017): Prevalence and clinical correlates of insomnia in adults with attention-deficit hyperactivity disorder. Acta Psychiatrica Scandinavica 136(2), 220–227 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1111/acps.12756
  4. Instanes, J. T., Klungsøyr, K., Halmøy, A., Fasmer, O. B. & Haavik, J. (2018): Adult ADHD and comorbid somatic disease: a systematic literature review. Journal of Attention Disorders 22(3), 203–228 (gelesen: Volltext). doi.org/10.1177/1087054716669589
  5. Coogan, A. N. & McGowan, N. M. (2017): A systematic review of circadian function, chronotype and chronotherapy in attention deficit hyperactivity disorder. ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders9(3), 129–147 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1007/s12402-016-0214-5
  6. Van Veen, M. M., Kooij, J. J., Boonstra, A. M., Gordijn, M. C. & Van Someren, E. J. (2010): Delayed circadian rhythm in adults with attention-deficit/hyperactivity disorder and chronic sleep-onset insomnia. Biological Psychiatry67(11), 1091–1096 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.biopsych.2009.12.032
  7. Bijlenga, D. u. a. (2013): Associations between sleep characteristics, seasonal depressive symptoms, lifestyle, and ADHD symptoms in adults. Journal of Attention Disorders17(3), 261–275 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1177/1087054711428965
  8. Boonstra, A. M. u. a. (2007): Hyperactive night and day? Actigraphy studies in adult ADHD: a baseline comparison and the effect of methylphenidate. Sleep30(4), 433–442 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1093/sleep/30.4.433
  9. Sobanski, E., Schredl, M., Kettler, N. & Alm, B. (2008): Sleep in adults with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) before and during treatment with methylphenidate: a controlled polysomnographic study. Sleep31(3), 375–381 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1093/sleep/31.3.375
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Restless Legs, Schlafapnoe, Tagesmüdigkeit

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Kreislauf, Medikamente, Melatonin und Licht

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  2. Bijlenga, D., Vollebregt, M. A., Kooij, J. J. S. & Arns, M. (2019): The role of the circadian system in the etiology and pathophysiology of ADHD: time to redefine ADHD? ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders11(1), 5–19 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1007/s12402-018-0271-z
  3. Kidwell, K. M., Van Dyk, T. R., Lundahl, A. & Nelson, T. D. (2015): Stimulant medications and sleep for youth with ADHD: a meta-analysis. Pediatrics136(6), 1144–1153 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1542/peds.2015-1708
  4. Surman, C. B. & Roth, T. (2011): Impact of stimulant pharmacotherapy on sleep quality: post hoc analyses of 2 large, double-blind, randomized, placebo-controlled trials. Journal of Clinical Psychiatry72(7), 903–908 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.4088/JCP.11m06838
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  6. Asherson, P. u. a. (2025): The optimal system of care for the management of delayed sleep onset in adult ADHD in the UK: a modified Delphi consensus. Frontiers in Psychiatry 16, 1566390 (gelesen: Volltext; finanziert von AGB Pharma). doi.org/10.3389/fpsyt.2025.1566390
  7. Rybak, Y. E., McNeely, H. E., Mackenzie, B. E., Jain, U. R. & Levitan, R. D. (2006): An open trial of light therapy in adult attention-deficit/hyperactivity disorder. Journal of Clinical Psychiatry67(10), 1527–1535 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.4088/JCP.v67n1006
  8. Fargason, R. E. u. a. (2017): Correcting delayed circadian phase with bright light therapy predicts improvement in ADHD symptoms: a pilot study. Journal of Psychiatric Research 91, 105–110 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.jpsychires.2017.03.004

Stand: 26. September 2026

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