1. Wie häufig sind Schlafstörungen bei Autismus?
Häufiger als bei nicht-autistischen Menschen, darin stimmen die Studien überein. Eine genaue Zahl gibt es aber nicht. Das Ergebnis hängt davon ab, wer befragt wird und ob man den Schlaf per Fragebogen, mit einem Bewegungsmesser am Handgelenk oder im Schlaflabor erfasst.
Kinder und Jugendliche
Eine Übersichtsarbeit nennt für autistische Kinder und Jugendliche Schlafprobleme bei 40 bis 80 %, vor allem Insomnie. Das ist mehr als bei anderen Kindern (Cortesi u. a. 2010).
Eine Meta-Analyse aus 47 Datensätzen hat genauer hingeschaut. In Fragebögen unterschieden sich autistische Kinder und Jugendliche in 10 von 14 Schlafmerkmalen von anderen Kindern. Bei Messungen im Schlaflabor oder mit Bewegungsmesser waren es 7 von 14. Im Schlaflabor schliefen sie insgesamt kürzer, brauchten länger zum Einschlafen, schliefen weniger effizient, waren nachts länger wach und hatten weniger REM-Schlaf. Nur fünf der Studien untersuchten allerdings Kinder ohne weitere Diagnosen und ohne Medikamente (Díaz-Román u. a. 2018).
Erwachsene
Zu autistischen Erwachsenen gibt es deutlich weniger Forschung. Eine Meta-Analyse fand nur acht Datensätze mit zusammen 194 autistischen Erwachsenen und 277 Vergleichspersonen. Die autistischen Erwachsenen schliefen in 6 von 11 abgefragten und in 10 von 17 gemessenen Merkmalen schlechter. Unter anderem war ihr Schlaf weniger effizient, sie brauchten im Schlaflabor länger zum Einschlafen und lagen nachts länger wach (Morgan u. a. 2020).
Eine weitere Studie begleitete 36 autistische Erwachsene zwei Wochen lang mit Schlaftagebuch und Bewegungsmesser, dazu 36 Vergleichspersonen. Die autistischen Teilnehmenden brauchten länger zum Einschlafen, fühlten sich morgens weniger erholt und waren tagsüber stärker durch Müdigkeit beeinträchtigt (Baker & Richdale 2015).
Beschwerden sind nicht gleich Diagnose
Eine große Meta-Analyse zu Begleitdiagnosen bei Autismus kam für diagnostizierte Schlaf-Wach-Störungen auf 13 % (Lai u. a. 2019). Das ist viel weniger als die Zahlen oben. Der Unterschied zeigt: Nicht jedes Schlafproblem wird als eigene Störung erfasst, und jede Zahl hängt stark davon ab, was genau gezählt wird. Sei deshalb vorsichtig mit runden Prozentzahlen ohne Quelle.
2. Welche Schlafprobleme typisch sind
„Schlecht schlafen“ kann Verschiedenes heißen. Diese Muster tauchen in Studien zu Autismus immer wieder auf:
- Insomnie. Langes Einschlafen oder langes Wachliegen. Sie ist das häufigste Schlafproblem, bei Kindern wie bei Erwachsenen (Cortesi u. a. 2010; Baker & Richdale 2015).
- Nächtliches Aufwachen. Eltern berichten es häufiger, und im Schlaflabor waren autistische Kinder nachts länger wach (Díaz-Román u. a. 2018).
- Eine späte innere Uhr. Bei 36 autistischen Erwachsenen war eine Störung mit verzögerter Schlafphase besonders häufig: Man wird erst sehr spät müde und kommt morgens schwer hoch (Baker & Richdale 2017).
- Unruhe rund ums Zubettgehen. Bei Kindern berichten Eltern mehr Widerstand gegen das Schlafengehen und mehr Angst rund um den Schlaf. Auch Parasomnien (etwa Schlafwandeln oder Albträume) und Atemstörungen im Schlaf wurden häufiger angegeben (Díaz-Román u. a. 2018).
- Unerholt aufwachen. Viele autistische Erwachsene fühlen sich morgens nicht ausgeruht, auch wenn die Nacht lang genug war (Baker & Richdale 2015).
Welche Muster bei dir zutreffen, ist für die Hilfe entscheidend. Eine späte innere Uhr braucht einen anderen Ansatz als eine Insomnie oder eine Atemstörung. Hältst du dich abends absichtlich wach, obwohl du müde bist, lies auch Revenge Bedtime Procrastination.
3. Warum autistische Menschen oft schlecht schlafen
Eine einzelne Ursache gibt es nicht. Die Forschung beschreibt mehrere Faktoren, die sich gegenseitig verstärken können (Cortesi u. a. 2010).
Die innere Uhr und das Schlafhormon Melatonin
Melatonin steigt abends an, wenn es dunkel wird, und signalisiert dem Körper: Zeit zu schlafen. Eine Meta-Analyse fand neun Studien, die Melatonin bei autistischen Menschen gemessen hatten. Alle fanden mindestens eine Auffälligkeit. In sieben Studien waren die Werte niedriger als üblich, in vier war der Tagesrhythmus verändert (Rossignol & Frye 2011).
Und bei Erwachsenen? In der Studie mit 36 autistischen Erwachsenen war die verzögerte Schlafphase häufig. Die Forschenden fanden aber auch, dass Berufstätigkeit, Angst und Depression den Schlafrhythmus mitprägten (Baker & Richdale 2017). Die innere Uhr ist also ein Teil der Erklärung, nicht die ganze.
Reize: Licht, Geräusche, Stoffe
Viele autistische Menschen nehmen Reize stärker wahr. Das kann den Schlaf direkt stören, etwa durch ein Brummen, einen Lichtspalt oder eine kratzige Decke. In einer niederländischen Befragung von 631 autistischen Erwachsenen hing eine stärkere Schlaflosigkeit mit stärkerer Reizempfindlichkeit zusammen, vor allem beim Sehen (Hohn u. a. 2019).
Die Forschenden haben dafür eine interessante Vermutung: Wer helles Licht meidet, etwa mit Sonnenbrille, bekommt tagsüber weniger Licht. Licht ist aber der wichtigste Taktgeber der inneren Uhr. Die Studie war allerdings eine einmalige Befragung ohne Vergleichsgruppe. Ob die Vermutung stimmt, müssen weitere Studien zeigen.
Bei Kindern zeigt sich ein ähnliches Bild. In einer Auswertung mit 1.347 autistischen Kindern und Jugendlichen hing eine hohe Reizempfindlichkeit mit fast allen Arten von Schlafproblemen zusammen (Mazurek & Petroski 2015). Mehr zum Thema Reize liest du unter Reizüberflutung bei Autismus.
Angst und Grübeln
In derselben Kinder-Studie hing Angst mit allen untersuchten Schlafproblemen zusammen: mit Widerstand beim Zubettgehen, langem Einschlafen, kurzen Nächten, Angst rund um den Schlaf und nächtlichem Aufwachen (Mazurek & Petroski 2015). Wenn der Kopf abends Gespräche des Tages wiederholt oder den nächsten Tag durchplant, fällt das Abschalten schwer. Wie Angst und Autismus zusammenhängen, erklärt Autismus und Angst.
Angst erklärt aber nicht alles. Auch autistische Erwachsene ohne Angststörung oder Depression schliefen in einer Studie kürzer als die Vergleichsgruppe (Baker & Richdale 2015).
Fehlende Taktgeber im Alltag
Neben Licht stellen auch feste Termine und Kontakte die innere Uhr: Schule, Arbeit, gemeinsame Mahlzeiten. Das Team um Hohn vermutet, dass soziale Schwierigkeiten solche festen Abläufe erschweren. Kinder haben durch Familie und Schule oft einen vorgegebenen Rhythmus; Erwachsene leben freier, so die Forschenden. Auch in der Studie zum Schlafrhythmus spielte eine Rolle, ob jemand berufstätig war (Baker & Richdale 2017).
Andere Ursachen, die man prüfen sollte
Schlafprobleme können auch körperliche Gründe haben. Die deutsche S3-Leitlinie zur Autismus-Therapie verlangt deshalb, zuerst eine organische Ursache auszuschließen. Bei Kindern berichten Eltern etwa häufiger Atemstörungen im Schlaf (Díaz-Román u. a. 2018). Wenn bei dir oder deinem Kind Anfälle vorkommen, ist auch Autismus und Epilepsie ein Thema für das ärztliche Gespräch.
Dazu kommen Begleitdiagnosen wie ADHS (Abschnitt 9), Angststörungen oder Depression. Auch Medikamente können den Schlaf stören. Die Insomnie-Leitlinie nennt als Beispiele unter anderem antriebssteigernde Antidepressiva wie SSRI, bestimmte Asthma- und Blutdruckmittel sowie Koffein und Alkohol.
Ein Blick aus der autistischen Community
Viele autistische Menschen beschreiben, dass sie ein Thema abends kaum loslassen können. Der Monotropismus, ein Denkmodell aus der autistischen Community, erklärt das mit einer Aufmerksamkeit, die sich stark auf wenige Dinge bündelt. Für den Schlaf ist das eine Erklärungsidee, kein Studienergebnis.
4. Wie viel Schlaf brauchen autistische Menschen?
Eine Studie, die zeigt, dass autistische Menschen von Natur aus mehr oder weniger Schlaf brauchen, haben wir nicht gefunden. Als Orientierung für gesunde Menschen ohne Schlafstörung gelten die Empfehlungen der US-amerikanischen National Sleep Foundation (Hirshkowitz u. a. 2015):
- Kleinkinder: 11 bis 14 Stunden, Kinder im Vorschulalter: 10 bis 13 Stunden
- Schulkinder: 9 bis 11 Stunden
- Jugendliche: 8 bis 10 Stunden
- Erwachsene: 7 bis 9 Stunden, ältere Erwachsene: 7 bis 8 Stunden
Die Fachleute betonen selbst, dass der Bedarf von Mensch zu Mensch schwankt. Was du brauchst, merkst du am ehesten daran, wie du dich tagsüber fühlst. Eher schlafen autistische Kinder zu wenig: Im Schnitt schliefen sie in Studien kürzer als andere Kinder (Díaz-Román u. a. 2018).
Und wenn du sehr viel schläfst und trotzdem erschöpft bist?
Dann lohnt sich ein genauer Blick. Mögliche Gründe sind ein unruhiger oder zu kurzer Nachtschlaf, eine Atemstörung, eine Depression oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Bei autistischen Erwachsenen kommt noch etwas hinzu. Aus Interviews mit autistischen Erwachsenen leitete ein Forschungsteam eine Definition des autistischen Burnouts ab: eine lang anhaltende Erschöpfung, meist über drei Monate und mehr, mit Verlust von Fähigkeiten und geringerer Reiztoleranz. Als hilfreich für die Erholung nannten die Befragten Akzeptanz und Unterstützung, Auszeiten mit weniger Anforderungen und die Freiheit, Dinge auf autistische Weise zu tun (Raymaker u. a. 2020). Mehr dazu unter Autistischer Burnout.
5. Was beim Einschlafen helfen kann
Gleich vorweg: Gute Studien zu Selbsthilfe-Tipps speziell für autistische Erwachsene haben wir nicht gefunden. Die Ideen unten verbinden die allgemeinen Schlafregeln der deutschen Insomnie-Leitlinie mit Anpassungen, die viele autistische Menschen aus eigener Erfahrung kennen. Probier aus, was zu dir passt.
- Zwei Wochen Schlaftagebuch. Die Autismus-Leitlinie empfiehlt ein Tagebuch über mindestens 14 Tage. Notiere, wann du ins Bett gehst, wann du ungefähr einschläfst, wie oft und wie lange du nachts wach bist und wann du aufwachst. Schreib dazu, was am Tag los war: viele Termine, laute Orte, Streit. So siehst du Muster, und die Praxis hat später eine Grundlage.
- Das Schlafzimmer an dein Reizprofil anpassen. Die Leitlinie rät zu einem kühlen, ruhigen und dunklen Schlafzimmer. Autistische Menschen stören oft noch andere Dinge: Nähte, Etiketten, bestimmte Stoffe, das Brummen eines Geräts, ein Standby-Licht. Manchen hilft gleichmäßiges Rauschen, andere brauchen völlige Stille. Unser Sensorik-Test kann dir helfen, dein Reizprofil zu sortieren. Er ist kein validiertes Messinstrument und keine Diagnose.
- Gewichtsdecke: ausprobieren, ohne zu viel zu erwarten. In einer randomisierten Studie mit 67 autistischen Kindern schliefen die Kinder mit Gewichtsdecke weder länger noch schneller ein als mit einer normalen Decke. Kinder und Eltern mochten die Gewichtsdecke aber lieber (Gringras u. a. 2014). Zu autistischen Erwachsenen haben wir keine solche Studie gefunden.
- Ein festes Abendritual. Ein persönliches Einschlafritual gehört zu den Schlafregeln der Leitlinie. Für viele autistische Menschen sind feste, vorhersehbare Abläufe ohnehin entlastend. Immer dieselbe Reihenfolge, zur ungefähr gleichen Zeit, ohne Überraschungen.
- Licht bewusst steuern. Die Leitlinie rät, vor dem Zubettgehen helles, aktivierendes Licht zu meiden. Tagsüber ist Licht dagegen ein wichtiger Taktgeber. Ob gezielt mehr Tageslicht bei Autismus den Schlaf verbessert, ist aber noch offen. Das Team um Hohn fordert Studien, die die Rolle der inneren Uhr direkt prüfen (Hohn u. a. 2019).
- Grübeln einen festen Platz geben. Die Leitlinie beschreibt eine Technik namens „Gedankenstuhl“: Einige Stunden vor dem Schlafengehen nimmst du dir 15 bis 20 Minuten und denkst gezielt über die Themen nach, die dich sonst im Bett beschäftigen. Schreib Lösungen oder nächste Schritte auf. Das kann gut passen, wenn du klare Strukturen magst.
- Koffein und Alkohol. Nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr. Alkohol weitgehend meiden und nie als Schlafmittel nutzen. Beides sind Regeln aus der Leitlinie.
- Getrennt schlafen ist erlaubt. Wenn Atmen, Bewegen oder Schnarchen einer anderen Person dich wach halten, sind getrennte Decken, getrennte Betten oder ein eigenes Zimmer legitime Lösungen. Das sagt nichts über die Beziehung aus.
Wenn du trotz allem über Wochen schlecht schläfst und dein Alltag darunter leidet, liegt das nicht an zu wenig Disziplin. Dann ist es Zeit für ärztliche Hilfe (Abschnitt 10).
6. KVT-I: Therapie gegen Schlaflosigkeit, angepasst an Autismus
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) ist ein strukturiertes Programm gegen Schlaflosigkeit. Sie besteht aus Informationen über Schlaf, Entspannung, einer zeitweise verkürzten Bettzeit, festen Regeln rund ums Bett und Übungen gegen nächtliches Grübeln. Die deutsche S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ empfiehlt sie allen Erwachsenen mit Insomnie als erste Behandlung. Auch bei zusätzlichen körperlichen oder psychischen Erkrankungen bleibt sie laut Leitlinie die erste Wahl. Wie die einzelnen Schritte ablaufen, erklären wir ausführlich unter ADHS und Schlaflosigkeit.
Was speziell für autistische Erwachsene belegt ist: bisher wenig. Autismus kommt in der Insomnie-Leitlinie nicht eigens vor. Ein Forschungsteam schrieb 2025, dass es noch keine umfassende systematische Übersicht zur Wirkung von Verhaltenstherapie auf den Schlaf autistischer Menschen gibt (Zhai u. a. 2025).
2026 erschien die erste randomisierte Studie zu einer an Autismus angepassten KVT-I für Erwachsene. Das Online-Programm heißt „i-Sleep Autism“. Es wurde gemeinsam mit sieben autistischen Erwachsenen mit Schlafproblemen aus einem bestehenden Programm weiterentwickelt. Es läuft fünf Wochen als begleitete Selbsthilfe (Spaargaren u. a. 2026). Die Ergebnisse:
- 163 autistische Erwachsene mit Schlaflosigkeit nahmen teil. Die Vergleichsgruppe bekam zunächst nur Informationen zu Schlaf und Schlafregeln.
- Die Schlaflosigkeit ging in der Programm-Gruppe deutlich stärker zurück. Nach dem Programm hatten sich 37,8 % klinisch bedeutsam verbessert, in der Vergleichsgruppe 11,1 %.
- Die Wirkung hielt auch sechs Monate später noch an.
- Auf Angst, Depression und Alltagsbewältigung hatte das Programm keinen messbaren Einfluss.
- Nur die Hälfte schloss alle fünf Module ab. Das Team schreibt selbst, dass es für Abbrechende und für Menschen ohne Nutzen weitere Angebote braucht.
Das ist ein ermutigendes Ergebnis, aber eben eine einzelne Studie. Wenn du eine KVT-I beginnst, kannst du deine Bedürfnisse ansprechen. Frag zum Beispiel nach schriftlichen Anleitungen, nach klaren und wörtlich gemeinten Regeln oder danach, wie sich die Übungen mit deinem Reizprofil vereinbaren lassen.
7. Melatonin und Schlafmittel für autistische Erwachsene
Hier sagen die beiden deutschen Leitlinien nicht ganz dasselbe. Wir zeigen dir beide Seiten.
Was die Insomnie-Leitlinie sagt (2025)
In der S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ steht als Aussage T8: „Melatonin ist in der Behandlung der Insomnie bei Patientinnen und Patienten ≥55 Jahre effektiv (Statement). Eine Langzeitbehandlung der Insomnie mit Melatonin soll nicht empfohlen werden.“
Zugelassen ist Melatonin in Deutschland laut Leitlinie nur für eine kurze Insomnie-Behandlung ab 55 Jahren. Präparate aus der Apotheke gelten dort als sicherer als Ware aus anderen Quellen. Melatonin-Gummibärchen bewerten die Autor:innen sehr kritisch.
Was die Autismus-Leitlinie sagt (2021)
Die S3-Leitlinie „Autismus-Spektrum-Störungen, Teil 2: Therapie“ hat eine eigene Empfehlung für Jugendliche und Erwachsene (Empfehlung 95). Sie beschreibt eine feste Reihenfolge:
- Zuerst eine mögliche körperliche Ursache ausschließen.
- Dann Informationen zu Schlafregeln und zum Umgang mit den Schlafproblemen.
- Ein Schlaftagebuch über mindestens 14 Tage.
- Darauf aufbauend ein verhaltenstherapeutisches Vorgehen.
- Erst wenn das nicht reicht und die Belastung weiter groß ist: Melatonin.
Diese Empfehlung beruht auf dem Konsens der Fachleute, nicht auf Studien mit Erwachsenen. Die randomisierten Studien zu Melatonin bei Autismus, die wir gefunden haben, untersuchten Kinder und Jugendliche.
Was das für dich heißt
Beide Leitlinien stellen nicht-medikamentöse Schritte an den Anfang. Die Zulassungen decken Menschen ab 55 (kurzzeitig, bei Insomnie) und, mit Slenyto, Kinder und Jugendliche ab. Für die meisten autistischen Erwachsenen unter 55 greift damit keine der beiden Zulassungen. Ob Melatonin trotzdem sinnvoll ist, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Andere Schlafmittel
Die Autismus-Leitlinie rät, wegen fehlender Belege keine anderen Medikamente gegen Ein- und Durchschlafstörungen bei Autismus einzusetzen. Eine Ausnahme beschreibt sie nur für eng umrissene Fälle mit zusätzlichen, behandlungsbedürftigen Verhaltensproblemen (Empfehlung 96). Die Insomnie-Leitlinie rät außerdem von Schlafmitteln aus der Gruppe der sedierenden Antihistaminika ab (T7), ebenso von pflanzlichen Mitteln (T9). Sie gelten dort als nicht ausreichend belegt.
8. Autistische Kinder: was Eltern wissen sollten
Schlafprobleme bei autistischen Kindern belasten oft die ganze Familie. Zu Kindern gibt es deutlich mehr Studien als zu Erwachsenen.
Die Reihenfolge laut Leitlinie
Die S3-Leitlinie zur Autismus-Therapie beschreibt für Kinder eine feste Reihenfolge (Empfehlung 94, auf Studien gestützt):
- Zuerst soll eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden.
- Eltern von Kindern zwischen 2 und 12 Jahren sollte eine Beratung zu Schlafregeln und zum Umgang mit den Schlafproblemen angeboten werden.
- Eltern und, wenn es der Entwicklungsstand erlaubt, das Kind selbst sollten mindestens 14 Tage ein Schlaftagebuch führen. Es ist die Grundlage für ein verhaltenstherapeutisches Vorgehen.
- Reicht das nicht und sind Kind und Familie weiter stark belastet, soll eine Behandlung mit Melatonin beginnen.
Slenyto: was zugelassen ist
Slenyto ist ein Melatonin-Präparat, das den Wirkstoff über einige Stunden abgibt. Die EU hat es am 20. September 2018 zugelassen. Laut Europäischer Arzneimittel-Agentur (EMA) gilt die Zulassung für die Behandlung der Insomnie bei Kindern und Jugendlichen von 2 bis 18 Jahren mit Autismus und/oder bestimmten neurogenetischen Störungen, bei denen die Melatoninausschüttung verändert ist oder die Kinder nachts aufwachen. Ein Beispiel ist das Smith-Magenis-Syndrom. Voraussetzung: Maßnahmen der Schlafhygiene haben nicht gereicht. Inzwischen umfasst die Zulassung auch Kinder und Jugendliche mit ADHS von 6 bis 17 Jahren.
Slenyto gibt es nur auf Rezept. Die Ärztin oder der Arzt soll die Behandlung laut EMA mindestens alle sechs Monate überprüfen und nur fortsetzen, wenn sie hilft. Zu den häufigen Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Behandelten) zählt die EMA Schläfrigkeit, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Aggression und ein Gefühl wie nach einem Kater.
Was die Studien zeigen
- Die Zulassungsstudie. 125 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 17,5 Jahren nahmen teil, 96,8 % davon autistisch. Bei allen hatten verhaltensorientierte Maßnahmen allein nicht gereicht. Nach 13 Wochen schliefen die Kinder mit dem Präparat im Schnitt 57,5 Minuten länger als vorher, mit Placebo 9 Minuten. Sie schliefen 39,6 Minuten schneller ein, mit Placebo 12,5 Minuten. Statistisch bereinigt lag der Unterschied zwischen den Gruppen bei gut 32 Minuten Schlaf und 25 Minuten beim Einschlafen (Gringras u. a. 2017). Sponsor der Studie war laut Studienregister Neurim Pharmaceuticals. Inhaber der EU-Zulassung ist RAD Neurim Pharmaceuticals EEC.
- Die Langzeitdaten. 80 Kinder und Jugendliche aus dieser Studie nahmen das Präparat danach bis zu zwei Jahre weiter; eine Vergleichsgruppe gab es dabei nicht. Die Verbesserungen hielten an. Größe, Gewicht und Pubertätsentwicklung blieben im altersüblichen Bereich (Malow u. a. 2021). Auch diese Verlängerung lief unter demselben Studienregister-Eintrag.
- Die Meta-Analyse. Fünf ältere Placebo-Studien mit autistischen Kindern zusammengefasst: Mit Melatonin schliefen die Kinder im Schnitt 44 Minuten länger und 39 Minuten schneller ein als mit Placebo. Seltener nachts wach wurden sie nicht. Manche Studien waren klein (Rossignol & Frye 2011).
- Melatonin plus Verhaltenstherapie. In einer Studie mit 160 autistischen Kindern zwischen 4 und 10 Jahren besserten sich alle aktiven Gruppen. Die Kombination aus Melatonin und Verhaltenstherapie schnitt tendenziell am besten ab, mit weniger Abbrüchen (Cortesi u. a. 2012).
Offene Frage: welche Darreichungsform? Fachleute streiten, ob schnell oder langsam freisetzendes Melatonin für autistische Kinder besser passt. Eine Übersichtsarbeit von 2025 spricht sich für schnell freisetzende Präparate aus und hält fest, dass direkte Vergleichsstudien fehlen (Paditz u. a. 2025). Forschende um Gringras, den Erstautor der Slenyto-Zulassungsstudie, kritisieren die Methodik dieser Arbeit scharf (Gringras u. a. 2025). Für dich heißt das: Welches Präparat passt, gehört ins Gespräch mit der Praxis.
Bitte nicht auf eigene Faust. Gib deinem Kind Melatonin nur nach ärztlicher Rücksprache, auch keine Gummibärchen oder Präparate aus dem Internet. Die Insomnie-Leitlinie sieht Melatonin-Gummibärchen schon bei Erwachsenen sehr kritisch.
Wo Eltern Hilfe finden
Erste Anlaufstelle ist die Kinderarztpraxis. Von dort kann es weitergehen in eine Praxis oder Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder in ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ). SPZ sind laut Sozialgesetzbuch für Kinder da, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung nicht von anderen geeigneten Ärztinnen und Ärzten oder in Frühförderstellen behandelt werden können (§ 119 SGB V). Ob und wie du einen Termin im SPZ bekommst, klärst du am besten mit der Kinderarztpraxis.
Und wenn du selbst autistisch bist und nachts mit einem wachen Kind aufstehst: Dein Schlaf zählt genauso. Mehr zu diesem Alltag findest du unter Eltern sein als autistische Person.
9. Autismus und ADHS: Schlaf bei AuDHD
Je nach Metaanalyse haben etwa 28 bis 40 % der autistischen Menschen auch ADHS (Lai u. a. 2019; Rong u. a. 2021). ADHS bringt eigene Schlafmuster mit. Welche das sind und was Studien dazu zeigen, steht mit Quellen unter ADHS und Schlaf.
Schläft man mit beidem schlechter als mit einem allein? Die beiden Studien, die wir dazu gefunden haben, betreffen Kinder und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen:
- In Australien verglich ein Team 392 Kinder mit ADHS, 93 davon zusätzlich autistisch. Die Eltern berichteten in beiden Gruppen ähnlich viele und ähnliche Schlafprobleme (Thomas u. a. 2018).
- Eine andere Studie maß den Schlaf mit einem Gerät am Handgelenk. Autistische Kinder bewegten sich im Schlaf mehr als nicht-autistische Kinder, besonders die mit zusätzlicher ADHS (Martinez-Cayuelas u. a. 2024).
Zu Erwachsenen mit AuDHD haben wir keine vergleichbare Studie gefunden. Wenn du beides hast, lohnt es sich, beide Seiten im Blick zu behalten. Einen Überblick gibt AuDHD: Autismus und ADHS zusammen.
10. Wo du in Deutschland Hilfe bekommst
Ein Termin in der Praxis lohnt sich, wenn du dich hier wiederfindest:
- Seit Wochen sind deine Nächte schlecht, und du merkst es tagsüber deutlich.
- Du schläfst tagsüber ein, ohne es zu wollen.
- Jemand bemerkt lautes Schnarchen oder Pausen in deiner Atmung.
- Ohne Alkohol oder andere Mittel kommst du nicht in den Schlaf.
- Seit einem neuen Medikament schläfst du anders.
- Der Schlaf deines Kindes belastet dein Kind oder die Familie stark.
Für Erwachsene
Hausarztpraxis. Laut Insomnie-Leitlinie gehören zur Abklärung ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, Schlaftagebuch und Fragebögen. Dabei soll aktiv nach anderen Schlafstörungen, nach psychischen Erkrankungen und nach Substanzen gefragt werden, die den Schlaf stören. Sag ruhig, dass du autistisch bist, und was dir in Praxen schwerfällt, etwa Telefonate oder volle Wartezimmer. Bring dein Schlaftagebuch mit. Wenn Sprechen unter Stress schwer ist, schreib deine wichtigsten Punkte vorher auf.
KVT-I. Eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie ist eine Form von Psychotherapie. Frag in der Hausarztpraxis oder in psychotherapeutischen Praxen danach.
Schlafmedizin und Schlaflabor. Eine Nacht im Schlaflabor ist bei Insomnie nicht immer nötig. Die Leitlinie nennt dafür bestimmte Gründe, zum Beispiel eine Insomnie, die trotz Behandlung nicht besser wird, oder den Verdacht auf eine andere Schlafstörung wie eine Atemstörung (Tabelle 2). Außerdem kann ein Bewegungsmesser am Handgelenk über längere Zeit zeigen, wann du ruhst und wann du aktiv bist (Empfehlung D3). Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) führt eine Liste der schlafmedizinischen Zentren, die sie nach einer Prüfung vor Ort anerkannt hat. Wie die Abklärung einer Schlafapnoe in der gesetzlichen Krankenversicherung in Stufen abläuft, steht unter ADHS und Schlaf.
Das Schlaflabor autismusfreundlicher machen. Eine fremde Umgebung, Kabel am Körper und Geräusche auf dem Flur können für autistische Menschen besonders anstrengend sein. Frag vorher nach, ob du Fotos der Räume sehen kannst, ob du eigenes Kissen oder eigene Bettwäsche mitbringen darfst und wie der Ablauf genau ist. Du darfst auch sagen, dass dich bestimmte Reize stark stören.
Überweisung. Welche Überweisung du für Schlafmedizin oder Schlaflabor brauchst, fragst du am einfachsten in deiner Hausarztpraxis nach.
Für Kinder
Erster Weg ist die Kinderarztpraxis. Sie klärt körperliche Ursachen ab, so wie es die Autismus-Leitlinie verlangt. Von dort geht es je nach Lage in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, in ein Sozialpädiatrisches Zentrum oder in die Schlafmedizin. Das Schlaftagebuch der letzten zwei Wochen hilft bei jedem dieser Termine.
Du bist noch nicht sicher, ob du autistisch bist, und fragst dich, ob deine Nächte damit zu tun haben? Dann hilft dir Bin ich autistisch? beim Einordnen.
11. Häufige Fragen
Warum schlafen autistische Menschen oft schlecht?
Meist kommen mehrere Gründe zusammen. In Studien fanden sich bei autistischen Menschen oft Auffälligkeiten beim Schlafhormon Melatonin. Licht, Geräusche oder Stoffe auf der Haut stören leichter. Angst und Grübeln halten wach. Forschende vermuten außerdem, dass fehlende feste Tagesabläufe die innere Uhr aus dem Takt bringen können. Dazu kommen oft ADHS, eine Angststörung oder eine Depression. Welche Gründe bei dir zählen, zeigt am ehesten ein Schlaftagebuch.
Welche Schlafstörungen sind bei Autismus häufig?
Am häufigsten ist die Insomnie: Das Einschlafen dauert lange, oder du wachst nachts auf und liegst wach. Eltern autistischer Kinder berichten außerdem oft von Widerstand beim Zubettgehen, Angst rund um den Schlaf und kurzen Nächten. Bei autistischen Erwachsenen kommt eine nach hinten verschobene innere Uhr häufig vor. Viele wachen morgens unerholt auf und sind tagsüber beeinträchtigt.
Was hilft autistischen Menschen beim Einschlafen?
Ein Schlaftagebuch über mindestens zwei Wochen, damit du Muster erkennst. Ein Schlafzimmer, das zu deinem Reizprofil passt: kühl, ruhig, dunkel und mit Stoffen, die du gut verträgst. Ein festes Abendritual und wenig helles Licht vor dem Schlafen. Grübelthemen früher am Abend bewusst durchdenken statt im Bett. Hält die Schlaflosigkeit an, empfiehlt die deutsche Leitlinie als ersten Schritt eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I).
Wie viel Schlaf brauchen autistische Menschen?
Eine Studie, die zeigt, dass autistische Menschen grundsätzlich mehr oder weniger Schlaf brauchen, haben wir nicht gefunden. Die US-amerikanische National Sleep Foundation hält für Erwachsene 7 bis 9 Stunden für angemessen, für Schulkinder 9 bis 11 und für Jugendliche 8 bis 10 Stunden. Der Bedarf schwankt aber von Mensch zu Mensch. Autistische Kinder schliefen in Studien im Schnitt kürzer als andere Kinder.
Hilft Melatonin bei Autismus?
Bei autistischen Kindern und Jugendlichen gibt es dazu randomisierte Studien. Mit Melatonin schliefen sie schneller ein und insgesamt länger. Seltener nachts wach wurden sie in einer Meta-Analyse aber nicht. Für Erwachsene gilt in Deutschland die Insomnie-Leitlinie: Sie hält Melatonin bei Insomnie erst ab 55 Jahren für wirksam und rät von einer Langzeitbehandlung ab. Ob Melatonin für dich oder dein Kind infrage kommt, klärst du ärztlich.
Welche Medikamente gibt es bei Schlafstörungen mit Autismus?
Für autistische Kinder und Jugendliche ist Slenyto zugelassen, ein Melatonin-Präparat, das den Wirkstoff langsam abgibt. Die deutsche S3-Leitlinie zur Autismus-Therapie sieht Melatonin erst vor, wenn Beratung, Schlaftagebuch und verhaltensorientierte Schritte nicht reichen. Andere Schlafmittel sollen laut dieser Leitlinie wegen fehlender Belege nicht eingesetzt werden, bis auf eng umrissene Ausnahmen. Für Erwachsene gelten zusätzlich die Empfehlungen der Insomnie-Leitlinie.
Was ist Slenyto?
Slenyto ist ein verschreibungspflichtiges Melatonin-Präparat, das den Wirkstoff über einige Stunden abgibt. Seit September 2018 ist es in der EU für Kinder und Jugendliche von 2 bis 18 Jahren mit Autismus zugelassen. Die Zulassung gilt auch für bestimmte neurogenetische Störungen wie das Smith-Magenis-Syndrom und inzwischen für Kinder und Jugendliche mit ADHS von 6 bis 17 Jahren. Voraussetzung ist jeweils, dass Maßnahmen der Schlafhygiene nicht gereicht haben.
Mein autistisches Kind schläft schlecht. Was können wir tun?
Geht zuerst in die Kinderarztpraxis, damit körperliche Ursachen ausgeschlossen werden. Das verlangt die S3-Leitlinie als ersten Schritt. Danach sieht sie eine Beratung der Eltern zu Schlaf und Abendabläufen vor und ein Schlaftagebuch über mindestens 14 Tage. Reicht das nicht und belastet der Schlafmangel dein Kind und die Familie weiter, kommt Melatonin infrage. Gib Melatonin aber nicht auf eigene Faust.
Macht Kaffee autistische Menschen müde?
Das liest man oft in Foren. Eine Studie, die das bei autistischen Menschen untersucht hat, haben wir nicht gefunden. Die deutsche Insomnie-Leitlinie zählt Koffein zu den Stoffen, die den Schlaf stören können, und rät, nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu trinken. Wer mit Kaffee gegen Müdigkeit ankämpft, schläft nachts womöglich schlechter und ist am nächsten Tag noch müder.
Wohin wende ich mich in Deutschland?
Als Erwachsene:r zuerst an die Hausarztpraxis. Dort wird nach deinem Schlaf gefragt, du wirst untersucht und bei Bedarf an eine schlafmedizinische Praxis oder ein Schlaflabor überwiesen. Eine KVT-I ist eine Form von Psychotherapie. Für Kinder ist die Kinderarztpraxis der erste Weg. Je nach Lage geht es von dort weiter in die Kinder- und Jugendpsychiatrie oder in ein Sozialpädiatrisches Zentrum.
Verwandte Ratgeber
Quellen und Stand
Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus den unten genannten Quellen. In Klammern steht, ob wir nur die Zusammenfassung oder den ganzen Text gelesen haben.
Leitlinien, Zulassung und Gesetz
- DGKJP und DGPPN u. a.: Interdisziplinäre S3-Leitlinie „Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 2: Therapie“, AWMF-Registernummer 028-047, Kurzversion (2021). Empfehlungen 94, 95 und 96 (gelesen: Volltext der Kurzversion). dgppn.de (PDF)
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ – Update 2025, AWMF-Registernummer 063-003, Version 2.0. Empfehlungen D1, D2, D3, T1, T7, T8, T9; Tabellen 2, 4 und 6; Kapitel 4.2.6 (gelesen: Volltext). register.awmf.org
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Slenyto (Melatonin), EPAR – Übersicht, Anwendungsgebiet und Zulassungsdaten (abgerufen am 26.09.2026). ema.europa.eu
- ClinicalTrials.gov: NCT01906866, „Efficacy and Safety of Circadin® in the Treatment of Sleep Disturbances in Children With Neurodevelopment Disabilities“, Sponsor: Neurim Pharmaceuticals Ltd. clinicaltrials.gov
- § 119 SGB V: Sozialpädiatrische Zentren. gesetze-im-internet.de
- DGSM: Liste der anerkannten schlafmedizinischen Zentren. dgsm.de
- Hirshkowitz, M. u. a. (2015): National Sleep Foundation’s sleep time duration recommendations: methodology and results summary. Sleep Health1(1), 40–43 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.sleh.2014.12.010
Häufigkeit und Schlafmuster
- Cortesi, F., Giannotti, F., Ivanenko, A. & Johnson, K. (2010): Sleep in children with autistic spectrum disorder. Sleep Medicine 11(7), 659–664 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.sleep.2010.01.010
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- Morgan, B., Nageye, F., Masi, G. & Cortese, S. (2020): Sleep in adults with autism spectrum disorder: a systematic review and meta-analysis of subjective and objective studies. Sleep Medicine 65, 113–120 (gelesen: Zusammenfassung). doi.org/10.1016/j.sleep.2019.07.019
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Behandlung: KVT-I, Melatonin, Gewichtsdecken
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Stand: 26. September 2026
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