1. Die drei Symptombereiche
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt ADHS in ihrer Klassifikation ICD-11 über drei Bereiche. In einfachen Worten:
- Unaufmerksamkeit: Es fällt schwer, bei Aufgaben dranzubleiben, die wenig Reiz oder Belohnung bieten. Dazu kommen Ablenkbarkeit und Probleme beim Organisieren.
- Hyperaktivität: übermäßig viel Bewegung und Mühe, still zu bleiben. Das zeigt sich vor allem dort, wo Selbstkontrolle verlangt wird, etwa im Unterricht.
- Impulsivität: Man reagiert sofort auf einen Reiz, ohne vorher über Risiken und Folgen nachzudenken.
Wie stark die drei Bereiche ausgeprägt sind, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die WHO betont auch, dass sich die Mischung im Laufe der Entwicklung verändern kann.
Viele Menschen sind manchmal zerstreut, unruhig oder vorschnell. Das allein ist noch kein ADHS. Laut WHO braucht es für die Diagnose Symptome, die über lange Zeit bestehen, in mehreren Situationen auftreten, deutlich über das hinausgehen, was für das Alter üblich ist, und Schule, Arbeit oder das soziale Leben direkt beeinträchtigen.
2. Die Symptom-Checkliste nach DSM-5
Neben der ICD nutzen Fachleute auch die Kriterien des DSM-5. Das ist das Diagnose-Handbuch der American Psychiatric Association. Die deutsche S3-Leitlinie zu ADHS stellt diese Kriterien in einer Tabelle neben die ICD-10. Hier sind die 18 Symptome in einfachen Worten.
Unaufmerksamkeit (9 Symptome)
- übersieht oft Einzelheiten oder macht Flüchtigkeitsfehler
- kann die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder beim Spielen schwer lange halten
- scheint oft nicht zuzuhören, wenn man direkt mit ihm oder ihr spricht
- führt Anweisungen oft nicht zu Ende und schließt Aufgaben oder Pflichten nicht ab
- hat oft Mühe, Aufgaben und Abläufe zu organisieren
- meidet Aufgaben, die lange geistige Anstrengung verlangen, oder macht sie nur ungern
- verliert oft Dinge, die für Aufgaben gebraucht werden
- lässt sich leicht durch äußere Reize ablenken
- ist im Alltag oft vergesslich
Hyperaktivität und Impulsivität (9 Symptome)
- zappelt mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum
- steht oft auf, wenn Sitzenbleiben erwartet wird
- läuft herum oder klettert, wo es nicht passt; bei Jugendlichen und Erwachsenen kann das auf ein Gefühl von Unruhe beschränkt sein
- kann schwer ruhig spielen oder sich leise beschäftigen
- ist oft „auf dem Sprung“ und wirkt wie getrieben
- redet oft sehr viel
- platzt mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende ist
- kann schwer warten, bis er oder sie an der Reihe ist
- unterbricht oder stört andere oft
Was zusätzlich erfüllt sein muss
- Anzahl: mindestens 6 Symptome aus einem Bereich, ab 17 Jahren mindestens 5. Jeder Bereich wird für sich gezählt.
- Dauer: Die Symptome bestehen seit mindestens sechs Monaten, und zwar stärker, als es zum Entwicklungsstand passt.
- Beginn: Mehrere Symptome waren schon vor dem 12. Lebensjahr da.
- Mehrere Lebensbereiche: zum Beispiel zu Hause und in der Schule, bei der Arbeit oder mit Freund:innen.
- Folgen: Die Symptome beeinträchtigen Schule, Arbeit oder das soziale Leben deutlich.
- Keine bessere Erklärung: Eine andere psychische Erkrankung erklärt die Symptome nicht besser.
Laut S3-Leitlinie hat das DSM-5 gegenüber seiner Vorgängerversion drei wichtige Punkte geändert: Das Alter für den Beginn stieg von 7 auf 12 Jahre. Ab 17 Jahren reichen 5 statt 6 Symptome. Und ADHS darf zusammen mit Autismus diagnostiziert werden. Zudem nennt das DSM-5 jetzt Beispiele, wie sich Symptome bei Erwachsenen zeigen.
Bitte zähl nicht einfach bei dir selbst nach. Die Liste ist für Fachleute gemacht. Sie prüfen in Gesprächen, mit Fragebögen und mit Berichten anderer Menschen, wie oft und wie stark ein Symptom auftritt und woher es kommt.
So können die Symptome aussehen
| Bereich | Bei Kindern zum Beispiel | Bei Jugendlichen und Erwachsenen zum Beispiel |
|---|---|---|
| Unaufmerksamkeit | Flüchtigkeitsfehler bei Schularbeiten, Aufgaben bleiben unfertig, Schulsachen gehen verloren | anstehende Alltagsaufgaben werden vergessen, Planen und Ordnen der Arbeit fällt schwer |
| Hyperaktivität | vom Platz aufstehen, herumrennen, klettern, zappeln | Gefühl körperlicher Unruhe, Unbehagen beim Stillsitzen |
| Impulsivität | Antworten in die Klasse rufen, nicht warten können, andere beim Spielen stören | Kommentare bei der Arbeit herausplatzen, vorschnelle Entscheidungen, riskantes Autofahren |
Beispiele nach den Diagnose-Leitlinien der WHO zur ICD-11 und der S3-Leitlinie ADHS.
Erfahrungen sortieren
Kostenloser ADHS-Selbsttest für Erwachsene
Der Test fragt die typischen Bereiche ab und hilft dir, dich auf ein Gespräch in der Praxis vorzubereiten. Er ist kein geprüftes Messinstrument und stellt keine Diagnose.
Selbsttest starten3. Was im Befund steht: ICD-10-GM, DSM-5 und ICD-11
In Deutschland werden Diagnosen nach der ICD-10-GM verschlüsselt. Die WHO hat die ICD-11 zwar am 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird die Einführung für Diagnosen in Deutschland aber noch mehrere Jahre dauern. Bis dahin bleibt die ICD-10-GM die gültige Klassifikation. Die S3-Leitlinie weist darauf hin, dass die Diagnose für die Abrechnung mit der Krankenkasse nach ICD-10 verschlüsselt werden muss.
In der ICD-10-GM heißt ADHS „Hyperkinetische Störung“. Diese Codes stehen am häufigsten im Befund:
- F90.0 – Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
- F90.1 – Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, also ADHS zusammen mit einer Störung des Sozialverhaltens
- F98.80 – Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität mit Beginn in der Kindheit und Jugend. Umgangssprachlich heißt das oft „ADS“.
- F90.8 und F90.9 – sonstige bzw. nicht näher bezeichnete hyperkinetische Störung
Der wichtigste Unterschied zum DSM-5: Für F90.0 müssen nach ICD-10 alle drei Kernbereiche vorliegen, also Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Das DSM-5 erlaubt die Diagnose auch dann, wenn nur die Unaufmerksamkeit stark ausgeprägt ist. Die S3-Leitlinie lässt beide Systeme für die Diagnose zu.
| ICD-10 (Forschungskriterien) | DSM-5 | ICD-11 | |
|---|---|---|---|
| Name | Hyperkinetische Störung | ADHS | ADHS (6A05) |
| Symptome | mind. 6 von 9 zur Unaufmerksamkeit, 3 von 5 zur Überaktivität und 1 von 4 zur Impulsivität | mind. 6 von 9 in einem Bereich, ab 17 Jahren 5 | „mehrere“ Symptome, keine feste Zahl |
| Beginn | vor dem 7. Lebensjahr | mehrere Symptome vor dem 12. Lebensjahr | deutliche Symptome vor dem 12. Lebensjahr |
| Unterformen | F90.0, F90.1; ohne Hyperaktivität F98.80 | vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv-impulsiv, gemischt | 6A05.0, 6A05.1, 6A05.2 (dazu .Y und .Z) |
| In Deutschland | amtlich gültig (ICD-10-GM), nötig für die Abrechnung | laut S3-Leitlinie für die Diagnose nutzbar | noch nicht eingeführt |
Quellen: S3-Leitlinie ADHS, Tabelle 1; BfArM, ICD-10-GM 2026; WHO, ICD-11 (6A05).
4. Drei Erscheinungsbilder – und warum sie sich ändern können
DSM-5 und ICD-11 unterscheiden je nach Schwerpunkt drei Erscheinungsbilder:
- Vorwiegend unaufmerksam: Die Unaufmerksamkeit steht im Vordergrund. Laut WHO kann die Hyperaktivität bei einem Teil der Menschen, vor allem bei Kindern, ganz fehlen. Dann prägen Tagträumen, Abschweifen und fehlender Fokus das Bild.
- Vorwiegend hyperaktiv-impulsiv: Unruhe und vorschnelles Handeln stehen im Vordergrund.
- Kombiniert (auch: gemischt): Beide Seiten sind deutlich, keine überwiegt klar.
Das Erscheinungsbild ist keine feste Eigenschaft. Es beschreibt, wie sich ADHS gerade zeigt. Die WHO schreibt, dass sich das vorherrschende Muster bei einem Menschen oft über die Zeit ändert. Es lässt sich auch nicht aus dem Muster von Eltern oder Geschwistern vorhersagen. Mehr zu den Unterschieden liest du im Ratgeber ADHS-Typen, zur Form ohne sichtbare Unruhe unter ADHS vom unaufmerksamen Typ.
5. ADHS-Symptome bei Kindern
Bei Kindern zeigen sich die Symptome je nach Alter anders. Die S3-Leitlinie beschreibt den Verlauf ziemlich genau.
Kleinkind- und Kita-Alter
Bei den meisten Vorschulkindern mit ADHS stehen starke Bewegungsunruhe und Hyperaktivität im Vordergrund. Gleichzeitig ist in diesem Alter viel Unruhe ganz normal. Je jünger das Kind, desto schwerer ist die Abgrenzung. Die Leitlinie empfiehlt deshalb:
- keine ADHS-Diagnose vor dem dritten Geburtstag
- bei Drei- bis Vierjährigen ist die Diagnose meist nicht sicher genug möglich
- im Vorschulalter nur bei sehr stark ausgeprägten Symptomen
Dazu passen die Zahlen des Robert Koch-Instituts. In der KiGGS-Studie (Welle 2, 2014 bis 2017) hatten laut Angabe der Eltern nur 0,2 % der Drei- bis Fünfjährigen eine ADHS-Diagnose. Bei den Neun- bis Elfjährigen waren es 6,1 %. Über alle Kinder und Jugendlichen von 3 bis 17 Jahren lag der Wert bei 4,4 %.
Grundschulalter
In der Schule fällt ein Kind mit ADHS vor allem dort auf, wo es still sitzen soll. Jetzt wird auch die Unaufmerksamkeit sichtbar, weil der Unterricht lange Konzentration verlangt. Die WHO beschreibt es ähnlich: Aufmerksamkeitsprobleme werden häufiger erst ab dem späteren Kindesalter beobachtet, besonders in der Schule.
Beispiele aus den Kriterien: Schularbeiten bleiben unfertig oder voller Flüchtigkeitsfehler, Hausaufgaben und Material werden vergessen oder gehen verloren, Antworten werden in die Klasse gerufen, und beim Spielen fällt das Warten schwer. Laut WHO ist ADHS außerdem mit einem höheren Unfallrisiko verbunden. Und laut S3-Leitlinie haben Kinder mit ADHS häufiger Ein- und Durchschlafprobleme.
Mädchen und Jungen
Jungen bekommen mehr als doppelt so oft eine ADHS-Diagnose wie Mädchen. In KiGGS waren es laut Eltern 6,5 % der Jungen und 2,3 % der Mädchen. Die WHO schreibt, dass Mädchen häufiger unaufmerksame Symptome zeigen. Jungen zeigen vor allem in jungen Jahren häufiger Hyperaktivität und Impulsivität. Die WHO weist auch darauf hin, dass Kultur und Rollenbilder beeinflussen, wie Unruhe bewertet wird. In manchen Ländern gilt sie bei Jungen als Zeichen von Stärke, bei Mädchen dagegen als sehr negativ.
Ein Kind, das vor allem träumt und in Gedanken abschweift, stört den Unterricht kaum. Das kann ein Grund sein, warum unaufmerksame Kinder eher später auffallen. Wie sich das bei Frauen im Rückblick zeigt, beschreibt unser Ratgeber ADHS-Symptome bei Frauen.
Jugendliche
Ab dem Jugendalter zeigt sich die Hyperaktivität oft nicht mehr als Herumlaufen, sondern als innere Unruhe oder Fahrigkeit. Die Leitlinie weist Fachleute ausdrücklich darauf hin, dass die Hyperaktivität in der Pubertät oft nachlässt. Das muss bei der Diagnostik berücksichtigt werden. Was sich in der Pubertät sonst verändert, liest du unter ADHS bei Jugendlichen.
Was du als Elternteil jetzt tun kannst
Schreib auf, was dir auffällt: in welchen Situationen, wie oft und seit wann. Frag in Kita oder Schule nach, ob es dort ähnlich ist. Diese Infos brauchen die Fachleute ohnehin. Die S3-Leitlinie zählt Berichte von Lehrkräften und Erzieher:innen sowie Zeugnisse zur Diagnostik dazu. Wer die Diagnose stellen darf, steht in Abschnitt 10. Einen Notizbogen zum Ausdrucken und den Ablauf der Abklärung findest du im Ratgeber ADHS-Test für Kinder.
6. ADHS-Symptome bei Erwachsenen
ADHS beginnt in der Kindheit. Bei vielen bleibt sie, aber sie sieht später anders aus. Laut S3-Leitlinie haben 50 bis 80 % der Kinder mit ADHS auch als Erwachsene noch Symptome. Etwa ein Drittel zeigt noch das volle Bild. Die WHO nennt ebenfalls etwa ein Drittel, das im Erwachsenenalter noch beeinträchtigt ist. Wie hoch die Zahl ausfällt, hängt also davon ab, ob man einzelne Symptome zählt oder die vollständige Diagnose.
Wie sich die drei Bereiche verändern
- Hyperaktivität wird seltener sichtbar. Oft bleibt eine innere Unruhe, sagt die S3-Leitlinie. Die WHO beschreibt ein Gefühl körperlicher Unruhe und Unbehagen, wenn man still sitzen oder ruhig sein soll.
- Unaufmerksamkeit bleibt oft bestehen. Die Aufmerksamkeitsspanne wächst zwar mit dem Alter, bleibt aber oft kürzer als bei Gleichaltrigen. Laut WHO zeigen sich Aufmerksamkeitsprobleme bei Erwachsenen besonders im Beruf.
- Impulsivität geht meist zurück, kann den Alltag aber weiter stark belasten. Die WHO nennt als Beispiele vorschnelle Entscheidungen und riskantes Fahren.
Wo es im Alltag hakt
Die WHO beschreibt die Folgen recht nüchtern: Erwachsenen mit ADHS fällt es oft schwer, eine anspruchsvolle Stelle zu halten. Manche arbeiten unter ihren Möglichkeiten oder sind ohne Arbeit, häufiger als der Durchschnitt. ADHS kann Beziehungen belasten, in der Familie, im Freundeskreis und in der Partnerschaft. In Gruppen fällt die Selbststeuerung oft schwerer als im Gespräch zu zweit.
Wie das im Alltag konkret aussehen kann, von Terminen bis zu Beziehungen, zeigen unsere Ratgeber ADHS-Anzeichen bei Erwachsenen und Habe ich ADHS?.
Warum ADHS oft erst spät auffällt
Manche Menschen suchen erst als Jugendliche oder Erwachsene Hilfe. Laut WHO oft dann, wenn die Anforderungen größer werden als die Möglichkeit, Schwächen auszugleichen. Auch eine zusätzliche psychische Erkrankung kann die ADHS-Symptome verstärken und so den Anstoß geben. Was eine Diagnose mit 30, 40 oder 50 verändert, beschreibt unser Ratgeber zur späten ADHS-Diagnose.
Die Kindheit zählt mit
Auch wer erst als Erwachsene:r zur Diagnostik geht, braucht Hinweise auf Symptome vor dem 12. Lebensjahr. Die WHO nennt Schulunterlagen und Menschen, die dich als Kind kannten, als beste Quellen. Fehlen solche Hinweise, soll die Diagnose bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen nur mit Vorsicht gestellt werden. Hilfreich sind auch Angaben von Partner:in, Familie oder Kolleg:innen.
Wie häufig ist ADHS bei Erwachsenen?
Die S3-Leitlinie nennt für Erwachsene rund 2,5 %. Die Zahl stammt aus einer Meta-Analyse von sechs Studien. Eine neuere weltweite Meta-Analyse (Song u. a. 2021) kommt auf 2,58 % für ADHS, die in der Kindheit begann und bis ins Erwachsenenalter anhält. Zählt man alle Erwachsenen mit ADHS-Symptomen, egal ob seit der Kindheit oder nicht, sind es 6,76 %. Beide Werte sinken mit steigendem Alter.
Frauen und Männer
Die Kriterien sind für alle gleich. Bei Mädchen und Frauen stehen aber häufiger unaufmerksame Symptome im Vordergrund, und als Kinder bekommen sie seltener eine Diagnose (siehe Abschnitt 5). Ausführlich dazu: ADHS bei Frauen und ADHS bei Männern.
7. Gefühle und Stimmung: häufig, aber kein Kriterium
Viele Menschen mit ADHS kennen schnelle, starke Gefühle: Ärger, der hochschießt, Frust bei Kleinigkeiten, Stimmungen, die rasch kippen. Fachleute nennen das emotionale Dysregulation.
In den offiziellen Symptomlisten steht sie nicht. Keines der 18 DSM-5-Kriterien betrifft Gefühle. Schon mit dem DSM-III wurden emotionale Symptome vom Kriterium zum „begleitenden Merkmal“ herabgestuft (Shaw u. a. 2014). Die WHO schreibt in der ICD-11, dass emotionale Dysregulation und eine geringe Frustrationstoleranz bei ADHS häufig sind. Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit können dazugehören.
Wie häufig ist das? Eine Übersichtsarbeit fand emotionale Dysregulation bei etwa 25 bis 45 % der Kinder und 30 bis 70 % der Erwachsenen mit ADHS (Shaw u. a. 2014). Die Zahlen für Erwachsene stammen vor allem aus Kliniken. Studien in der Allgemeinbevölkerung fehlen noch. Eine Meta-Analyse mit 13 Studien und 2.535 Teilnehmenden zeigte: Erwachsene mit ADHS hatten deutlich mehr Schwierigkeiten mit der Regulation von Gefühlen als Vergleichspersonen. Am stärksten war der Unterschied bei der emotionalen Labilität, also bei schnell wechselnden Gefühlen. Je stärker die ADHS-Symptome, desto größer im Schnitt auch diese Schwierigkeiten (Beheshti u. a. 2020).
Ob Gefühle ein viertes Kernsymptom sind, ist umstritten. Manche Forschende sprechen sich dafür aus. Andere halten emotionale Symptome für zu unspezifisch, weil sie auch bei vielen anderen Diagnosen vorkommen. Eine gemeinsame Definition gibt es bisher nicht (Faraone u. a. 2019).
Für dich heißt das: Starke Gefühle allein sprechen weder für noch gegen ADHS. Weil Stimmungsschwankungen auch zu anderen Diagnosen passen, schauen Fachleute hier besonders genau hin. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur emotionalen Dysregulation bei ADHS und zu RSD, der starken Reaktion auf Kritik und Ablehnung.
8. Was noch dazugehören kann
Volle Konzentration, wenn es spannend ist
Viele wundern sich: Wie kann jemand mit ADHS stundenlang bei einem Spiel oder Hobby bleiben? Die WHO erklärt das in ihren Kriterien selbst. Bei Tätigkeiten mit viel Reiz und häufiger Belohnung ist die Unaufmerksamkeit manchmal gar nicht zu sehen. Das spricht also nicht gegen ADHS. Mehr dazu im Ratgeber Hyperfokus.
Gibt es körperliche ADHS-Symptome?
Es gibt keinen einzelnen Test, der ADHS beweist. Laut S3-Leitlinie soll die Diagnose nicht allein auf Fragebögen oder psychologischen Tests beruhen, und Laborwerte sind nicht routinemäßig nötig. Die WHO nennt aber einige körperliche Begleiterscheinungen: leichte Ungeschicklichkeit und kleine Auffälligkeiten in Wahrnehmung und Motorik, ohne dass im Gehirn eine Schädigung zu finden ist. Dazu kommt ein höheres Risiko für Unfälle. Bei Kindern treten laut Leitlinie Ein- und Durchschlafprobleme häufiger auf. Mehr dazu unter ADHS und Schlaf.
Häufige Begleiter
ADHS kommt selten allein. Laut S3-Leitlinie haben bis zu 85 % der Menschen mit ADHS mindestens eine weitere psychische Diagnose, 60 % sogar mehrere. Bei Kindern ist oppositionelles Verhalten der häufigste Begleiter, etwa bei der Hälfte. Häufig kommen außerdem vor:
- Angststörungen und Depressionen
- Tic-Störungen
- Lernstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie
- Autismus – beides zusammen nennen viele AuDHD
- ab dem Jugendalter Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen
9. Ähnliche Symptome, andere Ursache
Konzentrationsprobleme sind unspezifisch. Sie kommen bei vielen Erkrankungen vor. Die S3-Leitlinie listet auf, was Fachleute von ADHS abgrenzen sollen. Dazu gehören unter anderem:
- Schlafstörungen, auch Schlafapnoe – Müdigkeit macht unaufmerksam
- Schilddrüsenerkrankungen
- Seh- oder Hörprobleme, die wie Unaufmerksamkeit wirken
- Anfallsleiden wie Absencen
- Angststörungen: Hier lenken Grübeln und Sorgen die Aufmerksamkeit ab, nicht eine allgemeine leichte Ablenkbarkeit
- Depressionen und bipolare Störungen
- Übererregung bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung
- Substanzkonsum und manche Medikamente, etwa bestimmte Asthma-Mittel
- Lernstörungen oder Überforderung in der Schule
- Autismus: Auch autistische Merkmale können Unaufmerksamkeit oder Impulsivität auslösen
- Persönlichkeitsstörungen, die mit Desorganisation und schwer steuerbaren Gefühlen einhergehen können
Wichtig: Vieles davon kann auch zusätzlich zu ADHS bestehen. Dann werden beide Diagnosen gestellt.
Zwei Hinweise aus den WHO-Leitlinien helfen bei der Einordnung. Erstens: Setzt unruhiges Verhalten bei einem Schulkind oder Jugendlichen plötzlich ein, sollte an eine andere psychische oder körperliche Ursache gedacht werden. Ein abrupter Beginn von Hyperaktivität im Jugend- oder Erwachsenenalter kann auf eine beginnende bipolare oder psychotische Erkrankung hinweisen. Zweitens: Unruhe und Konzentrationsprobleme während einer Depression zählen nur dann zur ADHS, wenn sie schon seit der Kindheit bestehen und auch nach der Depression bleiben.
Mehr zur Abgrenzung: ADHS und Depression, ADHS und Angst und Autismus oder ADHS.
10. Was du in Deutschland tun kannst
Als Erwachsene:r
- Beispiele sammeln. Notier, welche Symptome du in welchen Lebensbereichen erlebst und seit wann. Such alte Zeugnisse heraus und frag Eltern oder Geschwister, wie du als Kind warst.
- Hausarztpraxis. Sprich deine Vermutung an. Von dort bekommst du eine Überweisung, und körperliche Ursachen wie die Schilddrüse können mitbedacht werden.
- Fachliche Diagnostik. Laut S3-Leitlinie sollen bei Erwachsenen Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, für Neurologie oder für psychosomatische Medizin die Diagnose stellen, oder ärztliche bzw. psychologische Psychotherapeut:innen. Stellt ein:e psychologische:r Psychotherapeut:in die Diagnose, soll die körperliche Untersuchung zusätzlich ärztlich erfolgen.
- Termin finden. Über die Terminservicestelle 116117 bekommst du einen Facharzttermin vermittelt, wenn auf deiner Überweisung ein zwölfstelliger Code steht. Termine für eine psychotherapeutische Sprechstunde vermittelt die 116117 auch ohne Code. Frag bei der Terminvereinbarung, ob die Praxis ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen anbietet.
Für dein Kind
Ein naheliegender erster Schritt ist die Kinder- und Jugendarztpraxis. Dafür brauchst du auch bei der Terminservicestelle keinen Code. Die Diagnose sollen laut S3-Leitlinie Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie stellen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, psychologische Psychotherapeut:innen mit Zusatzqualifikation für Kinder und Jugendliche oder Kinder- und Jugendärzt:innen mit Erfahrung in der ADHS-Diagnostik. Nimm Berichte aus Kita oder Schule und die Zeugnisse mit.
Wie die Diagnostik abläuft
Die S3-Leitlinie beschreibt, was dazugehört:
- ein ausführliches Gespräch über die aktuellen Symptome in verschiedenen Lebensbereichen, ihre Folgen im Alltag, die Entwicklung seit der Kindheit und die Familie
- bei Kindern Gespräche mit den Eltern und möglichst Berichte von Lehrkräften oder Erzieher:innen
- bei Erwachsenen vor allem das diagnostische Gespräch; Angaben von nahestehenden Menschen werden, wenn möglich, dazugenommen
- Fragebögen, die helfen, aber allein nicht reichen. Für Erwachsene gibt es geprüfte deutschsprachige Verfahren, etwa die Homburger ADHS-Skalen (HASE) oder die Conners-Skalen (CAARS)
- eine körperliche und neurologische Untersuchung
- psychologische Tests nur als Ergänzung. ADHS-Symptome müssen in der Untersuchung selbst nicht auftreten
- Laborwerte nur bei Bedarf, zum Beispiel vor einer Medikation
Nach der Diagnose besprichst du, welche Unterstützung zu dir passt. Einen Überblick geben unsere Ratgeber zu ADHS-Medikamenten und zum Nachteilsausgleich.
Die Leitlinie wird gerade erneuert
Die deutsche S3-Leitlinie „ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ erschien 2017. Ihre Gültigkeit ist im Mai 2022 abgelaufen, sie wird überarbeitet. Am 22. Mai 2026 hat die AWMF eine Konsultationsfassung der neuen Leitlinie veröffentlicht (gültig bis 23. Juni 2026). Das ist noch keine endgültige Fassung. Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung nennt als geplante Fertigstellung den 30. September 2026. Solange die neue Fassung nicht erschienen ist, stützt sich diese Seite auf die Fassung von 2017. Sobald sie erscheint, überarbeiten wir die Seite.
11. Häufige Fragen
Was sind die Symptome von ADHS?
ADHS zeigt sich in drei Bereichen: Unaufmerksamkeit (zum Beispiel Flüchtigkeitsfehler, Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit, Mühe beim Organisieren), Hyperaktivität (Zappeln, Aufstehen, innere Unruhe) und Impulsivität (mit Antworten herausplatzen, nicht warten können, andere unterbrechen). Das DSM-5 nennt 18 solche Symptome. Für eine Diagnose müssen mehrere davon seit der Kindheit bestehen, in mehr als einem Lebensbereich auftreten und den Alltag deutlich erschweren.
Wie verhält sich eine Person mit ADHS?
Das ist sehr verschieden. Manche sind sichtbar unruhig, reden viel und entscheiden vorschnell. Andere wirken ruhig, schweifen aber in Gedanken ab, verlieren Dinge und vergessen Termine. Laut WHO fällt es Menschen mit ADHS in Gruppen oft schwerer, sich zu steuern, als im Gespräch zu zweit. Bei spannenden Tätigkeiten mit häufiger Belohnung ist die Unaufmerksamkeit manchmal kaum zu sehen.
Welche drei Typen von ADHS gibt es?
Fachleute sprechen von Erscheinungsbildern: vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv-impulsiv und kombiniert. So steht es im DSM-5 und in der ICD-11 der WHO (Codes 6A05.0 bis 6A05.2). Die in Deutschland gültige ICD-10-GM teilt anders ein, zum Beispiel in F90.0 und F98.80 für die Form ohne Hyperaktivität. Das Erscheinungsbild kann sich im Laufe des Lebens ändern.
Was fällt Menschen mit ADHS schwer?
Oft fällt es schwer, bei Aufgaben dranzubleiben, die wenig Reiz bieten. Auch Planen, Ordnen, an anstehende Aufgaben denken und Warten können schwerfallen. Die WHO nennt als mögliche Folgen Probleme in Schule und Beruf und Belastungen in Beziehungen. Was genau schwerfällt, ist aber von Mensch zu Mensch verschieden.
Wie reden Menschen mit ADHS?
Nicht alle gleich. Zu den offiziellen Symptomen gehören: sehr viel reden, mit Antworten herausplatzen, bevor die Frage zu Ende ist, im Gespräch schwer abwarten können und andere unterbrechen. Wer vor allem unaufmerksam ist, wirkt im Gespräch dagegen manchmal abwesend, als würde er oder sie nicht zuhören. Keines dieser Merkmale allein zeigt ADHS an.
Was sind Auslöser für ADHS?
Einen einzelnen Auslöser gibt es nicht. Laut deutscher S3-Leitlinie wirken mehrere Faktoren zusammen, vor allem genetische Anlagen und Einflüsse vor, während und kurz nach der Geburt. In einer Auswertung von 20 Zwillingsstudien ließen sich im Mittel 76 % der Unterschiede bei ADHS-Merkmalen durch Gene und ihr Zusammenspiel mit der Umwelt erklären. Als Risikofaktoren werden unter anderem Rauchen oder Alkohol in der Schwangerschaft und Frühgeburt diskutiert. Ob sie ADHS wirklich verursachen, ist laut Leitlinie unklar. Recht gut belegt ist, dass schwere Vernachlässigung in der frühen Kindheit ADHS begünstigen kann.
Was triggert ADHS bei Erwachsenen?
ADHS entsteht nicht erst im Erwachsenenalter. Mehrere Symptome müssen schon vor dem 12. Lebensjahr da gewesen sein. Oft fallen sie aber erst später auf. Laut WHO passiert das häufig, wenn die Anforderungen größer werden als die Möglichkeit, Schwächen auszugleichen, oder wenn eine andere psychische Erkrankung hinzukommt. Setzt starke Unruhe dagegen plötzlich ein, sollte laut WHO eine andere Ursache geprüft werden.
Wie finde ich als Erwachsene:r heraus, ob ich ADHS habe?
Sicher klären kann das nur eine fachliche Diagnostik. Du kannst dich aber vorbereiten: Schreib auf, welche Symptome du in welchen Lebensbereichen erlebst, und frag nach, wie du als Kind warst. Alte Zeugnisse helfen. Ein Selbsttest kann beim Sortieren helfen, ersetzt die Diagnostik aber nicht. Ein möglicher Weg: erst die Hausarztpraxis, dann mit Überweisung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Termine für eine psychotherapeutische Sprechstunde vermittelt die 116117 auch ohne Überweisungscode.
Wie erkennt man ADHS bei Frauen?
Die Kriterien sind für alle gleich. Laut WHO zeigen Mädchen und Frauen aber häufiger unaufmerksame Symptome, Jungen vor allem in jungen Jahren häufiger Hyperaktivität und Impulsivität. Das passt dazu, dass Mädchen seltener eine Diagnose bekommen: In der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts hatten laut Eltern 2,3 % der Mädchen und 6,5 % der Jungen eine ADHS-Diagnose. Mehr dazu im Ratgeber zu ADHS-Symptomen bei Frauen.
Ab wann kann man ADHS bei Kindern erkennen?
Hinweise zeigen sich oft schon im Kita-Alter, meist als starke Unruhe. Die S3-Leitlinie empfiehlt aber, die Diagnose nicht vor dem dritten Geburtstag zu stellen. Bei Drei- bis Vierjährigen ist sie meist nicht sicher genug möglich, im Vorschulalter in der Regel nur bei sehr starken Symptomen. Probleme mit der Aufmerksamkeit werden oft erst in der Schule deutlich.
Verwandte Ratgeber
Quellen und Stand
Wir haben jede Zahl auf dieser Seite an der jeweiligen Quelle geprüft. Wo Zahlen vor allem aus Kliniken stammen oder Studien sich widersprechen, sagen wir das im Text.
- DGKJP, DGPPN, DGSPJ u. a. (2017). Langfassung der interdisziplinären evidenz- und konsensbasierten (S3) Leitlinie „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“, AWMF-Register 028-045 (Erstveröffentlichung 05/2017, Gültigkeit abgelaufen). Genutzt: Abschnitte 2.3, 2.4, 2.6 bis 2.8, 2.14 mit Tabelle 1, 2.15, 2.16; Empfehlungen 1.1.2 bis 1.1.9; Anhang III.4. register.awmf.org (PDF)
- AWMF-Leitlinienregister: Leitlinien-Details 028-045 (Version 1.0, Stand 02.05.2017, gültig bis 01.05.2022, in Überarbeitung). register.awmf.org
- AWMF (22.05.2026). Konsultationsfassung: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Registernummer 028-045 KF (gültig bis 23.06.2026). Inhalt nicht ausgewertet. awmf.org
- Deutsche PsychotherapeutenVereinigung: Behandlungsleitlinien (S3-Leitlinie ADHS in Überarbeitung, geplante Fertigstellung 30.09.2026). dptv.de
- BfArM: ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Block F90–F98 (F90.0, F90.1, F90.8, F90.9, F98.80). klassifikationen.bfarm.de
- BfArM: Häufig gestellte Fragen zur ICD-11 („Wann kommt die ICD-11?“: in Kraft seit 1. 1. 2022; Einführung in Deutschland dauert noch mehrere Jahre; bis dahin gilt die ICD-10-GM). bfarm.de
- WHO: ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics (Version 2025-01), 6A05 Attention deficit hyperactivity disorder, mit Diagnostic Requirements, Additional Clinical Features, Course Features, Sex- and/or Gender-Related Features und Differenzialdiagnose. icd.who.int
- Göbel, K., Baumgarten, F., Kuntz, B., Hölling, H. & Schlack, R. (2018). ADHS bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health Monitoring, 3(3), Tabelle 1. doi.org/10.17886/RKI-GBE-2018-078
- Song, P. u. a. (2021). The prevalence of adult attention-deficit hyperactivity disorder: A global systematic review and meta-analysis. Journal of Global Health, 11, 04009. doi.org/10.7189/jogh.11.04009
- Shaw, P., Stringaris, A., Nigg, J. & Leibenluft, E. (2014). Emotion dysregulation in attention deficit hyperactivity disorder. American Journal of Psychiatry, 171, 276–293. doi.org/10.1176/appi.ajp.2013.13070966
- Beheshti, A., Chavanon, M.-L. & Christiansen, H. (2020). Emotion dysregulation in adults with attention deficit hyperactivity disorder: a meta-analysis. BMC Psychiatry, 20, 120. doi.org/10.1186/s12888-020-2442-7
- Faraone, S. V. u. a. (2019). Practitioner Review: Emotional dysregulation in attention-deficit/hyperactivity disorder – implications for clinical recognition and intervention. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 60, 133–150. doi.org/10.1111/jcpp.12899
- Verbraucherzentrale (Stand 01.10.2024): Termin beim Facharzt nach 4 Wochen – so vermittelt Sie die Nummer 116 117. verbraucherzentrale.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (09.10.2025): 116117 Terminservice – Vermittlungscode einfach in der Praxissoftware erstellen. kbv.de
- TelefonSeelsorge Deutschland. telefonseelsorge.de
Stand: 26. September 2026
Nur zur Information – keine medizinische Beratung und keine Diagnose. Unser Selbsttest ist kein geprüftes Messinstrument. Wenn es dir seelisch schlecht geht: TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos und rund um die Uhr. In akuten Notfällen: 112.